‘Sine’ veröffentlicht ‘La Mordre’: Clubsound mit Reißzähnen

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‘Sine’ beißt heute offiziell zu: ‘La Mordre’ ist erschienen und klingt, als hätte jemand Industrial, dunklen Electro, Club-Groove und ein Glas sehr verdächtig funkelnden Rotwein in einen Hochleistungsmixer geworfen. Rona Rougeheart macht daraus ein Album über Verlangen, Kontrolle und den großen Traum vom Durchbruch – mit Reißzähnen, Beats und ziemlich viel Stil. Erschienen ist das neue Werk am heutigen 22. Mai 2026 über Metropolis Records, womit der Freitag nicht nur Release-Day, sondern auch gleich ein kleiner Feiertag für alle wird, die ihre Elektronik lieber mit schwarzem Lippenstift, Bassdruck und einem leicht unmoralischen Grinsen serviert bekommen. Das Release-Datum und der Metropolis-Bezug sind bestätigt; auch ‘Cruel’ wurde bereits als letzte Single vor dem Album eingeordnet.

Hinter ‘Sine’ steckt die in Austin, Texas beheimatete Künstlerin Rona Rougeheart, die ihren Sound selbst als ‘Electronic Boom’ beschreibt. Und das ist keine dieser Genre-Schubladen, die man nach drei Gläsern Rotwein erfindet, sondern ziemlich treffend: Hier wummert Subbass, hier knirschen industrielle Kanten, hier leuchten Synths durch den Nebel, während der Beat schon mal freundlich die Fluchttür verriegelt. ‘La Mordre’ bewegt sich zwischen Industrial, düsterem Electro, Club-Energie und einer Portion EBM-Aderlass. Der Bass kommt nicht auf Zehenspitzen, sondern tritt die Tür ein, wischt sich kurz die Stiefel ab und fragt dann höflich, wo der Dancefloor liegt. Inhaltlich dreht sich ‘La Mordre’ um Stardom, Lust, Begierde, Kontrolle, Verführung und jene kleinen moralischen Rabattaktionen, die Menschen offenbar gern mitnehmen, wenn Ruhm, Macht oder ein sehr helles Scheinwerferlicht am Horizont blinken. Rougeheart erzählt von einer Figur, die dem großen Durchbruch hinterherjagt und dabei bereit ist, ein paar innere Warnschilder zu überfahren. Klingt ungesund? Absolut. Klingt spannend? Noch absoluter. Der vampirische Unterton passt dabei nicht nur zum Albumtitel, sondern auch zur Atmosphäre: glamourös, gefährlich, etwas blutdurstig und garantiert nichts für Menschen, die bei Nebelmaschinen nervös werden.

Auch das Umfeld des Albums trägt bekannte Spuren: ‘Succumb To Me’ entstand in Co-Produktion mit Curse Mackey, bekannt unter anderem durch Pigface, und wurde von Mark Pistel gemastert, dessen Name mit Consolidated und Meat Beat Manifesto verbunden ist. Vorab gab es bereits die Singles ‘Trauma Bondage’, ‘Succumb To Me’, ‘Blood + Wine’ und ‘Cruel’; zu ‘Blood + Wine’ ist nun auch ein Video verfügbar. Der Titel klingt nach einer Getränkekarte für sehr spezielle Aftershow-Partys, liefert aber genau jene Mischung aus Verführung, Beatdruck und dunkler Eleganz, die dieses Album prägt.

Bei Medienkonverter war ‘Sine’ zuletzt bereits mit ‘Cruel’ Thema, wo die Mischung aus druckvollen Beats, wummerndem Subbass, präzisen Synths und industrieller Kante schon ziemlich deutlich Lust auf ‘La Mordre’ machte. Nun liegt das komplette Werk vor und zeigt, dass Rougeheart nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern ihre düstere Club-Vision konsequent weiter aufdreht. Live dürfte das Ganze ebenfalls kaum als gemütliches Arme-verschränken-Elektrokränzchen enden: Im August sind US-Termine der ‘Divine Creatures Tour’ mit ‘Nuda’ angekündigt; für Seattle ist außerdem Curse Mackey als DJ gelistet. Bis dahin darf ‘La Mordre’ gern schon einmal die heimischen Boxen anknabbern. Dieses Album ist kein höflicher Elektropop-Handschlag, sondern eher ein Kuss mit kalten Fingern im Nacken: elegant, unheimlich, druckvoll und mit genug Biss, um Spuren zu hinterlassen.

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