Freunde des gepflegten Gothic-Rock aufgepaßt: Secret Discovery legen nach längerer Pause nun ihr 7 Album „Pray“ vor. Und das kommt mit voller Wucht. Wie nicht anders zu erwarten ziehen sich die krachigen Gitarren von Falk und Ramses wie ein roter Faden durch die ganze Scheibe. Das heißt jedoch ganz und gar nicht, daß wir es hier mit einem Werk zu tun haben, bei dem ein Song wie der andere klingt, ganz im Gegenteil: Selten erlebt man so viel Abwechslung wie auf „Pray“. Secret Discovery beweisen eindrucksvoll, daß es möglich ist, mit harten Gitarren, viel „Wumms“ und ein paar elektronischen Spritzern eine weite Bandbreite an Eindrücken zu schaffen. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet Sänger Kai mit seiner unglaublich wandelbaren Stimme, die von weichen Tönen bis zu rauhen Tiefen reicht und aus jedem Song etwas Einzigartiges macht. So bekommt sogar der Popsong „I turn to you“ von Melanie C eine ungewohnte Ausdruckskraft. Die gesamte Scheibe besticht durch eine unglaubliche Emotionalität, so daß dem geneigten Hörer am Schluß nur eines übrig bleibt: Die Repeat-Taste drücken und weiterbeten.