Italien! Das Land von Pizza, Pasta, Berlusconi und der Mafia. Und die Heimat einer vielversprechenden Formation namens Pleasure and Pain, die sich anschicken, in die Fußstapfen von Bauhaus, The Cure und den Crüxshadows zu treten. Perfekter melodischer Dark Wave mit den von mir so geliebten fetten Drums, die in mir jedes Mal melancholische Erinnerungen an die schönen 80ger hervorrufen seufz. Hach bin ich alt geworden. Aber dieses Album ist wie ein kleiner Jungbrunnen. Mit "Naked Blood" geht es los und gleich richtig ab - dieser Song ist dann auch mein Favorit auf dem mit 10 Songs etwas kurz geratenem Longplayer. So ganz heran reichen die weiteren Tracks dann auch leider nicht an den genialen Einstand heran, so daß sich beim ersten Durchhören eine gewisse Enttäuschung einstellt. Bei mehrmaligem Hören jedoch lernt man jeden Song auf seine Weise zu schätzen und merkt, daß da doch wesentlich mehr Substanz hinter steckt, als es am Anfang den Anschein hatte. So bohren sich auch Songs wie "Shining Spirits", "Lost", "A voice" und der Rausschmeißer "Exit" mit der Zeit in die Ohren. Ein Album was sich mit der Zeit entfaltet, wie ein guter Wein, der schließlich auch nicht gleich auf Ex hinuntergestürzt werden möchte. Trotzdem, ein wenig mehr von "Naked Blood" hätte nicht geschadet, aber vielleicht wird das ja noch.