Ines, Sören, Denise, Alexander, Martin und Jörg, so die Namen der Mitglieder dieser 2006 gegründeten Band. Das Hauptquartier steht in Chemnitz und man bietet "weicheren" Gothrock/metal mit progressiven und orchestralen Parts. Alle Bandmitglieder sind schon länger im Musikbusiness tätig, was man auch hört. Einen Song ("Onyx Eyes") konnte ich schon vorab auf der "A Compilation Vol.3" hören, worauf dieser auch zu den besseren gehörte. An härteren Gothicmetal mit weiblichen vocals wie frühere Tristania oder die ersten zwei Theatre Of Tragedy sollte man allerdings nicht denken. Onyx Eyes sind schon etwas mehr in Richtung Rock orientiert, auch die männlichen Grunzparts fehlen komplett (schade g). Aber dafür erhalten wir hier eine feine Leistung der Sängerin mit klarer, melodischer Stimme, welche bei einigen Songs von einer ebenfalls klaren Männerstimme ergänzt wird. Dieser Gesangespart ist allerdings wirklich Geschmackssache, da doch recht mh.. schmalzig...in meinen Ohren zumindest. Die Songs sind im langsameren und mittleren Tempo gehalten und bieten einige recht gute Gitarrenklänge, sowohl elektrische als auch akustische. Die Keys sind auch hier mal wieder "naja", was heisst ich halte sie für verbesserungswürdig. Im Übrigen aber, sind die durchaus melodischen Titel des Sechserpacks wirklich gut gelungen. Richtig geraten, hier passt wieder der altbekannte Rezensenten Spruch: "Wer auf o.g. Genres steht, der sollte Onyx Eyes mal ein Ohr leihen" (gähn g). Nun ja, so ist es aber nunmal, sogar ein ungehörter Erwerb des Albums könnte riskiert werden. Zu dieser Empfehlung trägt das schöne Artwork und die ordentliche Spiellänge (58 Min.) nicht unerheblich bei. Aber Achtung, nicht unbedingt für die harte Fraktion unter den Goten und Metallern geeignet.