nde - Krieg Blut Ehre Asche

Ein Duo aus dem benachbarten Belgien will uns mit „Krieg Blut Ehre Asche“ die Abende bereichern oder zumindest ihre Version musikalischer Zerstörungswut aufzeigen. Wer sich hinter nde verbirgt bleibt unbekannt, genau wie ihre Gedanken, Ambitionen, Ansichten zu politischen Lage, Bedeutung der Abkürzung nde oder zu ihrer Lieblingseissorte. Keine Homepage, Bandinfo, Textauszüge – einfach mal nichts. Eine anti-Werbestrategie, die natürlich in bestimmten Kreisen aufhorchen lässt und mir als Reviewer eine schwierige Aufgabe aufgibt. Aber dazu im dritten Abschnitt mehr. nde sind mit dem vorliegenden Album ein Garant für schlechte Stimmung und genervte Nachbarn. Naja, um ehrlich zu sein werden auch geschätzte 99% der Musikhörer dieser Welt genervt sein. Aber für die ist eine Mischung aus Black Metal, Ambient, Noise und military/harsh Sounds, die nach der Fertigstellung noch mindestens 95mal durch den Verzerrer gejagt wurde um auch ja schief, schrill, nervig, unfreundlich und abstoßend zu klingen, einfach nicht gemacht. Für mich ehrlich gesagt auch nicht, denn es gibt nur wenige Titel der acht Akte, die ich für mich als konsumierbar tituliere. So klingt Titel 4 irgendwie danach, als ob man Mr. und Mrs. Arafna bei der Erstellung eines neues [Haus Arafna] Albums überrascht hätte um sie dann mit den bisher aufgenommenen Tonträgern zu erschlagen. Schreie, Misstöne und eine stumpf schlagender Rhythmus... und das ist eines der hörbareren Erlebnisse. Nummer 5 ist dann ein schön morbider Hintergrundsound aus alten Computertagen, der mit matialischen Trommeln, Fiepsen und den mit der Zeit auch wirklich nervend verzerrten Gekreische untersetzt wurde. Es wird sicherlich Menschen geben, die dem Ganzen etwas abgewinnen können und ich will NDE auch aus musikalischer Sicht keine Schelte erteilen – interessant, fordernd und durchaus auch kreativ und neu sind sie ja. Was aber doch irgendwie stört ist eine ganz andere Komponente, die das Ganze überschattet: nde geben sich und ihre Ansichten in keinster Weise zu erkennen, lassen aber auch die Möglichkeit offen, rechterem Gedankengut positives abgewinnen zu können. Der Albumtitel (auch in deutscher Sprache), die ganze Heimlichtuerei und ein Label, dass bereits ein paar Formationen im Katalog aufführt, die man recht deutlich zuordnen kann (gilt definitiv nicht für alle!!!). Ich hoffe, nde geben sich wenigstens in dieser Hinsicht zu erkennen – mysteriöses Getue hin oder her, das muss nicht sein.

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