Minimal Wave mit Gänsehaut-Faktor: ‘Fain’ und „The Forces“ sind da

Minimal Wave mit Gänsehaut-Faktor: ‘Fain’...

Es gibt Projekte, die nennen es einfach nur 'ein Comeback'. Und dann gibt es eben noch ‘Fain’. Hier wird nichts einfach wiederbelebt – hier wird neu zusammengesetzt, neu gedacht, neu gefühlt. Aus den Überresten von ‘First Aircrash In Nevada’ entsteht etwas, das gleichzeitig nach Vergangenheit klingt und sich doch konsequent weigert, dort stehenzubleiben. Seit dem 17. April 2026, ist „The Forces“ offiziell draußen – veröffentlicht über Freie Radikale, inklusive gleich vier Versionen des Tracks samt Musikvideos. Hinter ‘Fain’ steckt keine klassische Newcomer-Story, sondern die Reinkarnation von ‘First Aircrash In Nevada’, einer 1982 in Bremen gegründeten Synth-Pop/Minimal-Wave-Band, die damals schon mit Kassetten, Drum Machines und jeder Menge DIY-Attitüde unterwegs war, als andere noch Gitarren stimmen mussten.

Und genau hier wird es spannend: Der Song basiert auf einem Stück aus dem Jahr 1984 – damals noch irgendwo auf einer Kassette versteckt, heute digital wiederbelebt. Die Stimme stammt von Andreas Pogoda, dem ursprünglichen Sänger der Band, der 2021 an einem Hirntumor verstarb. Für „The Forces“ wurde seine Stimme aufwendig rekonstruiert. Das Ergebnis ist kein plumper Nostalgie-Trip, sondern eher ein seltsam schöner Moment zwischen Gänsehaut, Technik und der Frage: Wie viel Vergangenheit verträgt die Zukunft? Musikalisch bleibt das Projekt seiner DNA treu, ohne sich darin einzumauern. Kalte Synths, pulsierende Strukturen und diese unterschwellige Dringlichkeit, die irgendwo zwischen frühem Dark Wave und moderner Elektronik oszilliert. Wer sich bei Namen wie She Past Away, Boy Harsher oder Lebanon Hanover abgeholt fühlt, wird hier ebenfalls andocken können – allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ‘Fain’ nicht nur zitieren, sondern tatsächlich Teil dieser ursprünglichen Bewegung waren.

Auch visuell fährt die Band einiges auf: Im Hauptvideo begegnen sich die heutigen Mitglieder selbst in ihren 80er-Jahre-Versionen – eine Art Selbstgespräch über Jahrzehnte hinweg. Die weiteren Clips spinnen das Ganze zu einer düsteren Trilogie aus Flucht, Apokalypse und, ja, irgendwie auch Hoffnung. „The Forces“ ist somit mehr als nur ein Song. Es ist ein spätes Echo aus einer Zeit, in der Musik noch auf Chromdioxid-Kassetten rauschte – und jetzt plötzlich wieder sehr klar spricht.

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