Knight$ - Supernatural Lover

Knight$ - Supernatural Lover

Wie doch die Zeit vergeht... fühlt es sich nicht wirklich wie sieben Jahre an, seit das Debutalbum "Dollars & Cents" von Knights erschienen ist, wird einem nun aber doch bewusst, dass zwischen erstem und zweiten Album eben stolze sieben Lenze liegen. Das merkt man zum einen am Datum, zum anderen aber auch, dass teils deutliche musikalische Sprünge zwischen den beiden Alben liegen. Ok, fairerweise nicht bei allen Tracks, denn im Vordergrund steht natürlich noch immer kraftvoll melodischer "Britalo"-Sound, also "British Italo"-Disco - ein Genre, das Knights damals eingeläutet haben.

Gleich der Opener des Albums und zugleich zweite Single-Auskoppelung namens "Knightmares" haut so richtig rein und beweist, dass Knights nichts an ihrer Energie verloren haben. Ähnlich schwungvoll und mit nicht weniger Augenzwinkern geht's mit dem zweiten Track weiter, der schon länger "live" präsentiert wurde und als Namensgeber fürs Album dient. "Supernatural Lover" ist nach wie vor ein Dancefloor-Kracher sondergleichen, wer hier nicht abtanzt, ist selbst schuld. "Bite The Nite" ist der nächste Track und könnte auch direkt aus den späten 80ern sein. Mehr Retro geht nicht. Geile Synth-Sounds, die man durchaus aus alten Liedern kennen könnte, poppen durch den ganzen Song immer wieder auf, herrlich.

Eine Coverversion gibt's auch auf Supernatural Lover, Yazoos "Goodbye Seventies" wurde auserkoren, ver-knights-t zu werden. Keine schlechte Wahl! James Knights färbt die Nummer ziemlich dunkel ein und klingt damit teilweise sogar ein wenig zu alten Scarlet Soho-Zeiten. Für Herzschmerz ist natürlich auch gesorgt, bei "I Die For This Love" geht es etwas emotionaler zu, aber nur auf den ersten Eindruck hin langsamer, der Song hat ebenso Power, die aber nicht ganz für die Tanzfläche reicht.

Der Kontrast-Track des Album folgt dann. Mit "D.G.D" reflektiert Knights ungewohnt kritisch, was ihnen wohl bei den vielen Auftritten über die Jahre in Deutschland immer mehr aufgefallen ist. Und zwar dass es wohl gesellschaftlich immer düsterer wird bei uns. Und damit haben sie wahrscheinlich nicht ganz unrecht...

Das "Outro" versöhnt dann wieder ein wenig. Eine für Knights ebenso wenig erwartete Ballade mit Pianobegleitung lässt das mit acht Nummern recht kurze Album ausklingen. Aber halt, das geht natürlich nicht, und so kommt noch etwas nach. Auf der limitierten roten Vinyl sind das zwei feine Remixes des Titeltracks und auf der CD sogar ganze vier Tracks, die bisher nur auf den EPs zu bekommen waren, inklusive des sensationellen Extended Mixes von "Boom Bang Boom" So darf das Tanzbein zurecht noch ein mal geschwungen werden!

Knights sind ja eigentlich nie wirklich untätig gewesen, es gab immer wieder mal eine Kollaboration hier und da - ja genau, auch als Sänger von Boytronic - oder die eine oder andere EP, die sammler-freundlich in farbigem Vinyl erschien. Aber trotzdem war es höchste Zeit für dieses Album, das mit Garantie eines der Highlights in diesem Jahr ist! An Live-Terminen mangelt es auch in diesem Jahr nicht, Knights sind auf Tour und kommen vielleicht auch demnächst in Eure Ecke. Alle Infos auf www.knights101.com

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