Die Hamburger Band 'Kavrila' hat sich wieder ins musikalische Getümmel gestürzt und präsentiert uns mit „Heretics I“ eine EP, die so roh und ungeschliffen daherkommt wie ein frisch gefundener Dachbodenschatz. Statt sich mit digitalem Schnickschnack aufzuhalten, haben sie ein Tascam 4-Spur-Tonbandgerät aus den 90ern entstaubt und ihre neuen Tracks direkt auf Kassette gebannt – ganz nach dem Motto: Retro ist das neue Schwarz.
Die Aufnahmesession glich dabei eher einer spontanen Jam-Session als einer durchgeplanten Studioarbeit. Schlagzeuger Miltos und Bassist Ralph, der hier sein Debüt feiert, legten ohne vorherige Songstrukturen einfach los und ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Gitarrist Andreas konnte zwar nicht persönlich anwesend sein, steuerte aber seine Parts digital aus Griechenland bei – ein transnationales Musikprojekt der besonderen Art.
Sänger Alex setzte dem Ganzen die Krone auf, indem er seine Gesangsparts in einem einzigen Take aufnahm, ohne die Tracks vorher gehört zu haben. Das Ergebnis? 17 Minuten pure, ungefilterte Energie, die einen direkt in die dunkelsten Ecken der menschlichen Seele katapultieren.
Die erste limitierte Auflage von 50 Kassetten war schneller vergriffen als man „Heretics I“ sagen kann. Doch keine Sorge: Am 28. März folgt die offizielle physische und digitale Veröffentlichung, sodass niemand leer ausgehen muss. Und für alle, die schon jetzt nach mehr lechzen: „Heretics I“ ist der Auftakt einer neuen Drei-EP-Reihe, ähnlich wie zuvor bei „Rituals I-III“.
Also, liebe Freunde der analogen Klänge und spontanen Kreativität, markiert euch den 28. März rot im Kalender. Kavrila sind zurück und zeigen uns, dass man für authentischen Sound manchmal einfach nur den Staub von alten Geräten pusten muss.
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