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Karjalan Sissit - ...want you dead
Ach ja, der Frühling ist da. Die Menschen hüpfen frohlockend durch die Gassen, erfreuen sich am Ende des Winters und Markus Pesonen will uns tot sehen. Karjalan Sissit sind seit Jahren Garant für schwungvolle Tanzmusik und leichte Unterhaltung und bieten auch auf Album Nummer sechs lebensbejahende Klänge voller Wut, Finsternis und Depression. Auf zu meinen Frühjahrshighlight 2015. Seit der letzten Spaßbremse in Albumlänge 'Fucking whore society' 2010 und dem alkoholgetränkten Kurztrip 'Viinaa Pittää Juua' vor zwei Jahren hat sich nicht viel am Weltbild des Schweden mit finnischen Wurzeln getan. Glücksbärchi Pesonen ist dermaßen von der Gesellschaft begeistert, dass er seinen Ekel und seine Frustration beschwingt hinausschreit. Und er schreit erneut, als ob er beim Ostereiersuchen dem Deibel auf den Leim gegangen sei. Welch finstere Wonne, begleitet von walzend martialischen Drums, dröhnend apokalyptischen Klangcollagen und 2015 ganz erfrischend im Programm: kellertief gestimmte Gitarrenwände aus der elegischen Doom/Drone Vorhölle. Und hörte ich da nicht gerade verzweifelte Chöre? Ja, da kommt Freude auf, damit gewinnt man auf jeder Feier die Aufmerksamkeit aller. Da kommen Bilder auf von fröhlichen Aufmärschen hunderter Wanderbegeisterer in Uniform und Gleichschritt, verdunkeltem Frühlingshimmel und welken Schneeglöckchen. Doch so ein dauerhafter Spaßbrocken ist schwer zu ertrag... äh, auszuhalten. Deswegen bereichert uns Pesonen wie gewohnt mit vereinzelten Ambientstücken, die den Hörer wie eine leckere Strudel herabziehen in düstere Kellergewölbe. Das ist kein Aufatmen, wenn die Stimmung bedrohlich gehalten wird und Pesonen deutlich angewidert und aller Wahrscheinlichkeit nach sturzbetrunken ins Mikrofon raunt. Mir fällt es schwer, Anspieltipps zu benennen - zu homogen und stark ist doch die Qualität der 8 Freudenspender. Lassen sie sich also auch verzaubern von diesem Batzen mieser Laune, der besser noch als sein Vorgänger das herbe Niveau auf Albumlänge hält, die Finsternis der bisherigen Werke wie Frühlingswiesen wirken lässt und somit lange Freude bereiten kann. Die schleppende Gewalt, mit der Pesonen seine Glücksvisionen umsetzt ist einzigartig, dankbarerweise frei von Kitsch und politischer Fehlleitung (fast schon selten im Bereich martialischer Neo-Klassik) und für aufgeschlossene Masochisten sollte Karjalan Sissit spätestens jetzt zum Pflichtkauf werden.
Stone Diamond veröffentlichen "Phoenix"
Stone Diamond, das Rock Chamäleon! Nach ihrem erfolgreichem letzten Album “We stole the stars from the black night“ sind die drei Rocker endlich zurück! Cy, Marc und Peter haben als Teenager in einer Garageband gespielt, mit einer Bandbreite an musikalischen Einflüssen von Glam Metal bis Funk, Soul und Jazz. Nun haben sie ein neues Level erreicht: Phoenix! „Wir erfinden uns auf dieser Platte ständig neu. Daher der Titel „Phoenix“,“ so der Sänger und Bassist Cy. „Das gilt auch im Vergleich zur letzten Platte. „We Stole the Stars from the Black Night“ war deutlich mehr in Richtung Bluesrock ausg...
Camouflage - Greyscale
Ruhiger, konsequenter Elektropop für 2015