Es gibt Alben, die uns unerwartet begegnen und deren Wirkung umso intensiver ist. So erging es uns mit 'The Pact' von 'John 3:16', dem Projekt des Musikers Philippe Gerber. Obwohl das Album bereits am 4. April 2024 veröffentlicht wurde, haben wir es erst kürzlich entdeckt. Die klangliche Tiefe und emotionale Wucht dieses Werks haben uns derart beeindruckt, dass wir es nicht versäumen möchten, unsere Eindrücke zu teilen.
Philippe Gerber ist kein Unbekannter in der Musikwelt. Mit seinem früheren Projekt Heat From A DeadStar (2004–2009) arbeitete er unter anderem mit Rick Harte von Ace Of Hearts Records in Boston zusammen. Als 'John 3:16' hat er zahlreiche Veröffentlichungen über Labels wie Alrealon Musique, Flood Records und Venus Aeon herausgebracht und mit Künstlern wie Pas Musique, TheUse, Rasplyn, Anthony Donovan und Mark Harris kollaboriert. Diese vielfältigen Einflüsse spiegeln sich in der komplexen Klanglandschaft von The Pact wider. Bereits im Vorfeld gab es Stimmen, die Großes ankündigten: "Die Spannung auf dem Album erinnert mich an die frühen, mehr Industrial-orientierten Laibach mit Elementen der Swans, aber mit einem stärker cineastischen Gefühl." Und tatsächlich hält The Pact dieses Versprechen. Die Musik erzeugt eine dichte Atmosphäre, die den Hörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Dark Ambient und Industrial-Klänge treffen hier auf sakrale Anklänge, während cineastische Elemente dem Ganzen zusätzlich eine epische Weite verleihen. Einfach nur fein!
Statt auf einzelne Tracks einzugehen, möchte ich die Gesamtwirkung des Albums hervorheben. 'The Pact' ist mehr als die Summe seiner Teile; es ist ein kohärentes Kunstwerk, das die vorhandenen verschiedenen Genres nahtlos miteinander verbindet. Die Musik ist düster, aber nicht erdrückend; sie ist komplex, ohne überladen zu wirken. Gerber schafft es, eine Balance zwischen roher Energie und subtiler Emotionalität zu finden, die tief unter die Haut geht. Die Produktion ist bemerkenswert: Jeder Klang, jede Textur ist sorgfältig arrangiert, um eine maximale Wirkung zu erzielen. Die Schichten aus elektronischen und akustischen Elementen verschmelzen zu einem Ganzen, das sowohl zeitlos als auch aktuell klingt. Man fühlt sich an die Pionierzeiten des Dark Industrial erinnert, während aber gleichzeitig viele moderne Einflüsse spürbar sind.
Dass wir 'The Pact' erst jetzt entdeckt haben, zeigt aber auch, dass gute Musik keine Verfallsdaten kennt. Dieses Album ist ein Beweis dafür, dass tiefgründige und anspruchsvolle Musik auch in einer schnelllebigen Zeit ihren Platz hat. Es fordert vom Hörer Aufmerksamkeit und Hingabe, bietet dafür aber ein unvergleichliches Erlebnis.
Fazit: Mit The Pact hat 'John 3:16' ein Album geschaffen, das in seiner Intensität und Komplexität seinesgleichen sucht. Es ist eine Klangreise, die sich zwischen Dunkelheit und Licht bewegt und dabei immer wieder neue Facetten offenbart. Für alle, die bereit sind, sich auf diese musikalische Tiefe einzulassen, ist dieses Werk ein absolutes Muss.
John 3:16 – The Pact
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