Bereits seit 16 Jahren gibt es nun schon Illuminate. 16 Jahre der Unkenrufe und Freudenschreie, 10 Studienalben voller GothWaveSchlager Stücke, die vor allem eines Tun: polarisieren. Johannes Berthold, seit jeher Kopf des Projektes, hat sich nun also die 16 als gutes Alter ausgesucht, um mal auf dem Dachboden zu kramen. Eine kleine Sammlung von Raritäten, Remixen und 3 neuen Tracks – das finden die 1999 Käufer der limitierten „Splitter“ auf dem Silberling. Bei dieser Limitierung ist vor allem eines klar: Nur die wahren Fans sind als Käufergruppe angepeilt. Und wahrscheinlich werden auch nur diese wirklich Freude an den enthaltenen Tracks haben. Die ersten 6 Tracks nach dem Intro sind alte Demoaufnahmen aus Kassettentagen, die natürlich etwas roher anmuten und vor allem in einer Zeit entstanden, in der auch andere Projekte aus dem Gothikbereich in Deutschland recht experimentell und speziell klangen. Die folgenden drei Titel sind Remixe von bekannteren Songs, deren Nötigkeit in Frage gestellt werden dürfen. Schließlich finden sich dann noch drei neue Lieder auf „Splitter“. Diese sind ... nett. Mehr aber auch nicht. Die echten Illuminaten (hö hö, ein Euro in der „Schlechtes Wortspiel Kasse“) werden sich sowieso jede Veröffentlichung von Johannes Berthold ins Regal stellen. Und wenn diese Käuferschar vorübergezogen ist, dann dürfte das Kontingent von 1999 Stück aufgebraucht sein. Vielleicht auch gut so.