Die britische Formation "Hungry Lucy" machte erstmals vor drei Jahren mit dem Album "Aparrations" auf sich aufmerksam. Nun liegt mit "Glo" der zweite Longplayer vor. Die neue CD des Duos besticht abermals mit eingängigem Synth-Pop in einer stimmigen Mischung aus rhythmischen Tanznummern und melancholisch-ruhigen Stücken. Höhepunkte sind das hypnotisch-verspielte "In The Circle" mit keltischen Einschlag, der ohrwurmverdächtige Trip-Hop des Openers "Could it be" und das düster-traurige "Open Window". Die kristallklare Stimme von Christa Belle und die abwechslungsreichen Arrangements ihres Kompagnons War-N Harrison machen den zweiten Longplayer zu einem durchgängig unterhaltsamen Hörvergnügen. Natürlich kann man "Glo" nicht gerade als musikalisch innovativ bezeichnen, denn dafür sind die musikalischen Pfade von Hungry Lucy letztlich zu ausgetreten. Doch diese Tatsache sollte den Genuss hier kaum stören. "Glo" besitzt nämlich auch über die recht lange auflänge von über einer Stunde kaum Durchhänger. Positiv sind auch die Bonustracks: vier gelungene Remixe der besten Stücke. Insgesamt eine empfehlenswerte, vielfältige CD für zwischendurch.