Hellhumm - Random Damage Industry

Hellhumm - Random Damage Industry

Zwar liegt die Veröffentlichung der Jubiläumsedition von „Random Damage Industry“ schon ein Weilchen zurück, für gute Musik ist es jedoch nie zu spät. Das Madrider Trio brachte die Erstauflage seines Debüts bereits 2016 heraus. Nach reißendem Absatz reifte schließlich der Entschluss, das Album 2025 noch einmal neu aufzulegen.

Die Spanier machen keine Gefangenen: Schon der Opener „Scramble“ steigt gewaltig ein und brennt sich sofort im Gedächtnis fest. Dichte Soundwände, punktgenau eingesetzte Drums und treibende Bässe erschaffen die perfekte Synthese aus tanzbarem EBM und melancholischem Dark Wave – ein Pflichtprogramm für Fans von Depeche Mode, VNV Nation oder Nitzer Ebb. Hellhumm liefern ein Werk, das gleichermaßen zum Träumen wie zum Tanzen einlädt – und wer sagt schließlich, dass sich beides ausschließt? Das Album überzeugt mit einer präzisen Produktion. Dichte Klangwände erzeugen einen Rhythmus, der direkt in die Beine geht, während darüber düstere Synthesizer-Flächen eine filmreife, postindustrielle Endzeitstimmung heraufbeschwören. Der Gesang von Ignacio Ysasi setzt dem Ganzen die Krone auf: Mal tief und beschwörend, mal so energisch und fordernd, wie man es aus den Glanzzeiten des Industrial Rock kennt.

Sergio Torroba Herranz, Ignacio Ysasi und Javier Calvo beweisen eindrucksvoll, dass sich düstere elektronische Musik aus Spanien keineswegs hinter internationalen Größen verstecken muss. Wer ein Herz für kompromisslose Synthie-Klänge hat, sollte dieses Release definitiv nachholen und seine Sammlung um „Random Damage Industry“ bereichern.

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