Ja, die Tempelritter, das waren noch Leute die Ideale hatten... so auch das Projekt Heimataerde, welches genau diese mittelalterliche Thematik verarbeitet. Man verbindet Klänge dieser Periode mit moderner Elektronik und mit den bisherigen Veröffentlichungen wurde auch bewiesen, dass es wahrlich kein schlechter Gedanke ist. Ich selber kam mit der Band erst auf dem diesjährigen Amphi Festival in richtig "engeren Kontakt", zwar hörte ich vorher mal einzelne Lieder, aber so richtig gezündet hatten diese wohl nicht. Der Amphi Auftritt dagegen gefiel mir gut, auch wegen der interesanten Show. Mehr Infos dazu findest Du in unserer Datenbank für Konzertberichte. Kommen wir aber nun zur neuen Platte der düsteren Gesellen um Sänger und Ober-Ordensritter Ash. Infacted haben uns auch eine wirklich tolle Promo gesendet - okay das war jetzt Ironie - was mir hier vorliegt sind 112er (!) MP3s, wo noch in jedem Lied zweimal reingeschwätzt wird. Ehrlich, das Problem mit den Downloads bzw. Filesharing ist mir vollkommen bewusst und ich verurteile auch ausdrücklich Leute die Musik ins Internet hochladen, insbesondere natürlich noch nicht mal sich auf dem Markt befindliches Promo Material. Die Gründe dafür sind mir fremd und auch unverständlich. Wobei an eine ordentliche CD mit gutem Artwork natürlich nichts rankommt. Ich habe aber meine Pflicht erfüllt und zweimal reingehört. Los geht´s mit einem netten dreiminütigem Intro, um dann in den ersten Tanzboden Kracher überzugehen. Leider stören hier die Rave Sounds. Danach geht´s weiter mit einer Art Ballade - für Heimataerde Verhältnisse - die auch ganz okay geht. Nun, soweit ich das von den MP3s in dieser Qualität beurteilen kann, ist das Album eine konsequente Fortführung des Konzepts der Band. Das heisst, schnelle tanzbare Songs mit den üblichen deutschen Vocals, Sprachsamples und mittelalterlichen Instrumenten. Aber zum Glück hat man auch an ein wenig Auflockerung in Form von langsameren Stücken wie "Nun kommt der Heiden Heiland" und "Der Eid" gedacht. Ebenso kommen hier Gastsänger wie Henrik (Ex - NamNamBulu) und der geniale Dennis von den Solitary Experiments zum Zuge. Daher sind gute 4 Punkte gerechtfertigt.