Gegründet 1995 als Soloprojekt, veröffentlichte Greyhound alsbald sein erstes Demo. Damals noch etwas milder in Richtung Electro ausgerichtet, zielt das mittlerweile zum Duo angewachsene Noise/Industrialprojekt weniger auf Ruhe und Ausgeglichenheit denn auf ordentlichen Krach. Und wo Krach drauf steht, ist auch Krach drin. Greyhound gehen auf ihrer neuen CD "Touch Rhythm", die auch als limitierte Doppel-CD "Touch Rhythm/Pulse Driver" erschienen und leider bereits vergriffen ist, dermaßen harsch zur Sache, dass es einem fast die Tränen in die Augen treibt. Zum Glück sind Greyhound weit davon entfernt, einfach willenlos darauf los zu brettern. Ihr Noise hat System. Ähnlich einem Maschinenwerk, in dem alle Maschinen gleichzeitig und auf Hochtouren arbeiten, wartet das Album mit wilden, rhythmischen Erschütterungen auf. Nichts für Leute mit schwache Nerven, dafür aber umso mehr für diejenigen, die sich gern auf der Tanzfläche die Seele aus dem Leib tanzen wollen. Besonders der Song "Unicron" ist Futter für Lärm-verwöhnte Ohr. Das Erdbeben, welches das Duo da auf das Volk loslässt, wird so schnell nicht verhallen. Einzig ein wenig mehr Abwechslung hätte "Touch Rhythm" gut getan, denn manchmal werden die Gehörgänge doch arg strapaziert. Dennoch ist von Langeweile keine Spur. Die hat auch gar keine Zeit aufzukommen, denn der brachiale Sound walzt alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Dieses Schlagwerk sollte man bei voller Lautstärke genießen. Wehe, wenn die Jungs zur Hochform auflaufen. Und zum Schluss gibt es auch noch weitere gute Nachrichten: Greyhound arbeiten bereits an ihrem nächsten Album, das dann hoffentlich auch bald erscheinen wird.