Noch drei Tage. Dann endlich ist es soweit. Alexx Wesselsky und Noel Pix veröffentlichen das zweite Eisbrecher Album "Antikörper". Darüber freuen werden sich nicht nur die treuen Fans und Wegbegleiter, sondern wahrscheinlich auch alle die, die die Single-Veröffentlichungen "Leider" und "Vergissmeinnicht" im Juli, bzw. August nicht verpasst haben. Beide Singles haben sich in den Charts eingenistet (sogar gleichzeitig in den DAC vertreten), die Clubs erobert und für reichlich Aufmerksamkeit gesorgt. Aufmerksamkeit, die der Nachfolger vom 2004-Debüt "Eisbrecher" auch tatsächlich verdient hat, denn Eisbrecher sind zurück und mit ihnen kommt ein Album, dass sich so nur die Wenigsten ausgemalt haben. Antikörper ist die Verbindung von Kälte, Härte, Wut und absoluter Klarheit, Hand in Hand gehend mit schroffen und melodischen Elektro/Gothic/Pop-Rock Sounds. Eröffnet wird das Ganze mit einem dunklen, unruhigen Intro, bevor die ersten Gitarren einsetzen, Alexx's Vocals zu vernehmen sind und "Adrenalin" ertönt. Schön, schön, aber ausbaufähig, also los Captain, weiter! Die erste Single-Auskopplung "Leider" hängt sich an und wer diesen Song bereits kennen lernen konnte, der wird auch wissen, was er daran liebt. Eingängig, melodisch, fies und zweideutig im Text, zeigt sich "Leider" und der Titel bekommt ein verdientes Daumenhoch. Ein bisschen weckt der Song auch Erinnerungen an das einst so gefeierte "Gott Sein" der Megaherzen. Aussteiger Alexx wird die immer wieder auftauchenden Parallelen nicht leugnen können, aber schon gut - ich lasse das Thema ja ruhen. Weiter im Detail: Das Titelstück "Antikörper" schleppt sich hart und scheppernd durch die vier Minuten 15, "Entlassen" trumpft melodisch schön, trotz frostiger Stimmung auf und der Gothic/Pop/Rock-Song "Ohne Dich", könnte ohne Probleme der nächste Chartgarant sein, wenn der Titel die dritte Singleauskopplung wird. Für die Bühne, für die Liveauftritte gemacht, heizen "Phosphor" und "Kein Mitleid" dem Hörer gehörig ein. Zwei Titel, die die Hallen beim Konzertbesuch zum Beben bringen werden. Darauf kann man sich freuen, ebenso auf "Kinder der Nacht", das ähnlich wie "Ohne Dich" mehr die ruhigen Töne in den Vordergrund stellt, im Refrain aufgeht und eingängig und melodisch verläuft. "Vergissmeinnicht", die zweite Single, schickt sich an und auch hier gilt ohne Wenn und Aber Daumenhoch! Der Kracher ist mit Abstand bester Titel dieses Albums und völlig zurecht in den Deutschen Alternative Charts. Punkt. Zum Ende hin wird es wieder straffer, gitarrenbestimmter und "Für Immer", bzw. "Wie Tief?", letzteres schon durch die Vergissmeinnicht-Maxi bekannt, lassen wieder an die Parallelen denken. Aber wie gesagt, sprechen wir nicht drüber. Wir kommen zum "Ende" und das hört auf, wie Antikörper begonnen hat, mit einem Intro - demzufolge Outro. So, nun höre ich mir wieder den Noel Pix Klingenklang-Mix zu "Leider" und "Vergissmeinnicht" in der Vergissmeinmix Nicht Version an. Die Tracks von den Maxi-CD's sind nämlich genauso top wie das Album. Ich sage: Volle Kraft voraus!