Wenn das eigene Gehirn nachts beschließt, eine Horrorgeschichte zu erzählen, klingt sie ungefähr wie „Ghost Within“. The Fair Attempts machen aus inneren Dämonen keinen Mythos, sondern ein greifbares Thema zwischen Industrial-Wucht und gothic-getränkter Melancholie. Die neue Single fühlt sich an wie ein vertonter Dialog mit sich selbst – inklusive aller Zweifel, die man sonst lieber ignoriert und tagsüber erfolgreich unter den Teppich kehrt.
Veröffentlicht am 23. Januar 2026, taucht „Ghost Within“ tief in die dunkleren Ecken der eigenen Gedankenwelt ein. Negative Selbstgespräche, Selbstzweifel, diese gefährliche Mischung aus Stolz und innerem Kollaps – all das wird hier nicht nur angerissen, sondern genüsslich auseinandergenommen. Der Song wirkt wie ein Spiegelkabinett ohne Ausgang: Man sieht sich selbst aus immer neuen Perspektiven, aber eine einfache Lösung gibt es nicht. Und genau darin liegt die Stärke des Tracks.
Frontmann Timo Haakana formuliert es gewohnt direkt: Die Geister mögen kommen wollen, aber einer lebt längst im eigenen Inneren. „Ghost Within“ ist damit weniger ein Song über Angst, sondern über Selbsterkenntnis – eine, die kratzt, unbequem ist und trotzdem hängen bleibt. Geschrieben in einer Phase intensiver persönlicher Reflexion, bildet der Track zugleich den emotionalen Kern des kommenden Albums Null Guide. Hier geht es nicht um das große Überwinden innerer Dämonen, sondern um das deutlich realistischere Szenario, mit ihnen leben zu lernen.
Musikalisch bleiben The Fair Attempts ihrer Linie treu. Treibende Industrial-Rhythmen treffen auf düstere Gothic-Texturen, alles eingebettet in eine fast filmische Atmosphäre. Das Duo denkt in Welten, nicht in Singles – und so fügt sich „Ghost Within“ nahtlos in das dystopische Universum ein, das sich durch ihr gesamtes Schaffen zieht. Jede Veröffentlichung wirkt wie ein weiteres Fragment einer Zukunft, die erschreckend nah erscheint. „Ghost Within“ ist ab sofort auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar. Ein Song für alle, die wissen: Die gefährlichsten Geister tragen kein Laken – sie sprechen mit der eigenen Stimme.
Dunkle Selbstgespräche auf Repeat: ‘The Fair Attempts’ veröffentlichen „Ghost Within“
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Muslimgauze - Muslimlahore
Bei 'Muslimgauze' geht es natürlich nicht mehr um Legendenbildung. Auch nicht um Tragik, nicht um Kultstatus. Es geht um Konsequenz. Hinter dem Projekt stand Bryn Jones, der 1999 verstarb, dessen Werk jedoch bis heute weiterlebt. Jones machte Musik aus Überzeugung, nicht aus Kalkül. Veröffentlichung um Veröffentlichung, ohne Rücksicht auf Markt, Szene oder Erwartungshaltungen. 'Muslimlahore' ist ein weiteres Dokument dieser Haltung. Wichtig ist dabei: Es handelt sich nicht um ein zu Lebzeiten fertiggestelltes Album, sondern um eine posthum zusammengestellte Sammlung bislang unveröffentlichten ...