Normalerweise versucht man, aus einer Anstalt herauszukommen. In Berlin läuft es andersherum: 'Die Anstalt' hat am 25. September 2026 ihr selbstbetiteltes Debüt über City Slang neu veröffentlicht – auf den Tag genau ein Jahr nach der ursprünglichen Veröffentlichung.
Das Album erschien bereits am 25. September 2025 zunächst komplett in Eigenregie. Die erste schwarze Vinylpressung war auf gerade einmal 300 Exemplare limitiert und sehr schnell vergriffen. Also wurden weitere 500 Platten nachgelegt – inzwischen ebenfalls ausverkauft. Nicht die schlechteste Bewerbung für ein Label: City Slang nahm das Berliner Trio unter Vertrag und gönnt dem Debüt nun ein zweites Leben.
Carmen Redeker, Jakob Feyerherm und Emanuele Mattei verbinden frühen EBM, Minimal Synth und Post-Punk zu einem angenehm nervösen Gebräu. Für die Neuauflage kommt mit „Isolation“ ein neunter Track hinzu. Ganz neu ist der Song allerdings nicht: Er erschien bereits 2024 auf der EP „Rat Race“, wurde für die City-Slang-Version aber neu aufgenommen.
Vergleiche mit 'DAF', 'Malaria!', 'Xmal Deutschland' oder beispielsweise auch 'Boy Harsher' liegen nahe, doch nach staubiger Achtzigerjahre-Nachstellung klingt das Trio erfreulich wenig. Ein Jahr, zwei ausverkaufte Eigenpressungen und nun City Slang – manchmal führt der direkte Weg nach draußen eben doch erst einmal durch 'Die Anstalt'.
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