Death-Doom aus Norwich: 'Consecration' lassen „Exanimis“ los

Death-Doom aus Norwich: Consecration lassen...

In anderen Genres zählt der Countdown bis zum Wochenende, bei 'Consecration' zählt man lieber die Risse in der Grabplatte: Die britischen Death-Doom-Metaller streamen ihr neues Album „Exanimis“ bereits komplett in einer exklusiven Premiere bei Death Metal Promotion, bevor das Werk am 29. Mai 2026 offiziell via Nuclear Winter Records erscheint. Wer also schon vorab prüfen möchte, ob die Zimmerpflanzen auf diese Frequenzen mit spontanem Welken reagieren, bekommt jetzt die passende Gelegenheit.

Mit „Exanimis“ liefern 'Consecration' ihr bislang fokussiertestes und wohl auch kommandierendstes Werk ab. Die Band aus Norwich bleibt tief in der britischen Death-Doom-Tradition verwurzelt, zieht den Sound aber mit spürbar moderner Wucht enger, schwerer und finsterer zusammen. Hier wird nicht einfach nur langsam gespielt, hier wird Atmosphäre wie feuchter Beton gegossen: massive Riffs, klagende Melodien, drückende Dunkelheit und ein emotionaler Abgrund, der höflich winkt, bevor er einen verschluckt.

Gegründet wurden 'Consecration' 2010, seitdem haben sie sich mit Alben wie „Ephemerality“, „Fragilium“ und „Cinis“ konsequent durch Tod, Dunkelheit und Verzweiflung gearbeitet. „Cinis“ brachte 2022 unter anderem Gastvocals von Dave Ingram von 'Benediction' sowie ein Mastering von Greg Chandler von 'Esoteric' mit und verschaffte der Band reichlich Aufmerksamkeit in der extremmetallischen Unterwelt. Für „Exanimis“ kehrte Greg Chandler erneut zurück, diesmal für Mix und Mastering; aufgenommen wurde das Album in den Priory Studios in Birmingham. Als Gäste sind Paul Jones von 'Enchantment' und Rich Mumford von 'Malediction' dabei.

Die acht Stücke tragen Titel wie „Herald Of Darkness“, „Configuration Of Lamentation“, „Domain Of Despair“ oder „Cold Grey Stone“ – also exakt die Art von Tracknamen, bei denen selbst der Sensenmann kurz nickt und sagt: „Ja, passt.“ Für Fans von 'Evoken', 'Cruciamentum', frühen 'My Dying Bride' und 'Decomposed' dürfte „Exanimis“ ein ziemlich finsteres Festmahl werden: schwer, schwermütig, erbarmungslos und mit genug Gruftluft zwischen den Riffs, um ganze Friedhöfe neu zu vertonen.

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