Wer kennt noch die ‚Masters of the Universe’ inklusive He-Man und Skeletor? Los gebt’s zu! Prinzessin She-Ra ist da schon etwas schwieriger in Erinnerung zu rufen, doch genau um ihre Homebase geht es hier: Crystal Castle. Derbe, wie sich so manche Bands ihren Namen aussuchen! Laut einer bekannten Internet-Enzyklopädie hat Ethan Kath, Gründer der Band, die Serie jedoch nie geschaut ähem?!?. Egal, 2005 gesellte sich Alice Glass dazu, lieh einigen der Tracks ihre Vocals und so war nach drei Jahren und einigen Remixes für andere Bands das selbstbetitelte Album fertig. Es als Ganzes zu beschreiben ist mehr als schwierig, denn die Titel sind zwar alle sehr elektronisch, das war’s aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Herausgeschrieener Elektro-Punk mit dem Soundtrack aus der Computerspielhalle im Hintergrund trifft weichen Elektropop mit Glitches par Excellence. Da kommt einem alles Mögliche in den Sinn: Miss Kittin, The Knife, Console, Boytronic, Fischerspooner, Peaches, Ladytron… Und zum Schluss überraschen Crystal Castles dann noch mit einer Ballade, bei der Alice Glass ein zerbrechliches Stimmchen á la Stina Nordenstam zur bis dahin über fünfzehn Stücke hinweg verbannten Gitarre zuliefert. Auch wenn diese Beschreibung nicht so klingt, als ob das alles zusammen passen würde, macht das Album am Ende als Gesamtwerk Spass. Timeless Trash! Und so hat Toronto neben dem CN-Tower mit Glass-Floor in 342 m Höhe und den in einer Stunde Entfernung über die Felsen stürzenden Niagara-Fällen mit den Crystal Castles eine Attraktion mehr zu Tage gebracht!