Eines der vermutlich persönlichsten Kapitel aus der musikalischen Geschichte von 'Corde Oblique' wird jetzt digital öffentlich: Riccardo Prencipe, kreativer Kopf hinter Italiens wohl bedeutendster ätherisch-progressiver Neofolk-Formation, veröffentlicht die allererste Lupercalia-Demo digital – ganze 26 Jahre nach ihrer Entstehung. Die Songs stammen aus einer Zeit, in der Riccardo gerade 17 Jahre alt war. Von professioneller Aufnahme damals keine Spur – aber dafür von Ideen, Sehnsucht und musikalischer Vision. Erst mit 20 konnte er sich einen Korg-Synthesizer leisten und nahm mit Unterstützung von Davide della Monica die Demo in nur einem Tag auf. Die Kassette ging 1999 an World Serpent Distribution – ein Schritt, der direkt zum ersten offiziellen Album Soehrimnir führte.
Die Aufnahmen schlummerten seitdem auf DAT-Kassetten, deren Zustand heute sagen wir mal so leicht angeknackst ist – akustische Glitches zu Beginn inklusive. Doch Riccardo entschied sich bewusst gegen eine digitale Generalüberholung: Die Aufnahmen sollen so rau bleiben, wie sie waren – unpoliert, aber ehrlich. „Ich halte das Material für sehr grün“, sagt Riccardo, „aber es war doch ein sehr wichtiger Anfangspunkt für mich als junger Komponist im Neofolk-Bereich.“ Und für die Fans: ein spannender Blick auf die Ursprünge eines Künstlers, der heute mit Corde Oblique musikalische Poesie zu einem ganz eigenen Kosmos verbindet.
Medienkonverter.de