Mit der Wiederveröffentlichung ihres vergriffenen Debütalbums schenkt uns das US-Trio Claire Voyant die Möglichkeit, eine jener kleinen musikalischen Raritäten neu zu entdecken, die in den vergangenen Jahren beinahe mythischen Status erreicht haben. Das Original war lange Zeit kaum aufzutreiben, und so kommt das Remastering auf Accession Records wie ein längst überfälliges Geschenk für all jene, die schon viel von der Band gehört, aber nie wirklich hineinhören konnten.
Musikalisch bewegt sich „Claire Voyant“ in einer Welt irgendwo zwischen elektronischem Dream-Pop, ätherischem Folk und dieser speziellen melancholischen Eleganz, die nur wenige Bands so überzeugend einfangen. Es ist Musik voller Schatten, Nebel und feiner Emotionen – getragen, wie immer, von der unverwechselbaren Stimme von Victoria Lloyd. Ihr Gesang besitzt eine Qualität, die man kaum beschreiben kann: sanft, aber präsent; fragil, aber nie kraftlos; manchmal fast so dramatisch wie eine dieser großen Bond-Titelmelodien, zu denen ein ganzes Orchester in Zeitlupe explodiert.
Man merkt, dass dieses Album den Grundstein legte für das, was Claire Voyant später perfektionieren sollten. Die Stücke kreisen atmosphärisch um ähnliche Themen und Tempi – ein homogener Fluss, der Fans gefallen wird, aber manchen Hörern vielleicht etwas zu einförmig erscheint. Doch gerade diese gleichbleibende Stimmung macht das Album ideal für stille Stunden, regnerische Abende oder jene dunkle Jahreszeit, die unweigerlich Türen und Herzen für Musik wie diese öffnet.
„Claire Voyant“ ist keine Club-Platte. Es ist ein Album für schummrige Lichtquellen, für leise Gespräche, für den Engtanz der Seele. Ein Debüt, das vielleicht nicht jeden Augenblick in den Vordergrund drängt, aber in seiner Geschlossenheit und Zartheit einen ganz eigenen Zauber besitzt. Schön, dass es endlich wieder zugänglich ist.
Claire Voyant - Claire Voyant
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