„Shrike“ ist ein Charakter aus Dan Simmons' 'Hyperion'“, eine unberechenbare Kreatur, die zeitunabhängig ihre Umwelt beeinflusst … und genau das sind Shrike. 2006 gegründet, tauchen die Berliner Black Metaller immer mal wieder auf und ab. Schon im Juni desselben Jahres, nur wenige Wochen nach der Bandgründung, erschien das Debütalbum „Meine Wucherung“ nach lediglich sieben Proben und bekam erstaunlich viel Lob. Denn Shrike sind unvorhersehbar und folgen nur ihrem eigenen Weg – und das fernab jeglicher Trends. Nach wenigen Liveshows taucht die Band wieder in die Schatten ihrer Bastion ein und lässt einige Jahre verstreichen. Zunächst als Trio formiert, schließt sich dann 2011 ein weiteres Bandmitglied an.

2013 tauchen die Berliner urplötzlich wieder auf. „Hinab in die vertraute Fremdheit“ erfreut sich weitgehend positiven Feedbacks seitens der Presse und bringt das Quartett einigen Hörern näher. Es soll die bis dato produktivste Phase im Schaffen Shrikes sein. Denn neben Konzerten werkelt die Band an ihrem dritten Album, welches 2014 unter dem Namen „Sieben“ erscheint und die positive Entwicklung der Band weiter stützt. Doch trotzdem bleibt die Kreatur eben unberechenbar, und so taucht sie erneut unter, und das zum Teil in völlige Stille. Abgesehen von vereinzelten Live-Auftritten, die im Jahr 2018 stattfinden, ist die Existenz nicht mehr belegbar. Doch urplötzlich ist „Zeitgeist-Geistzeit“ da – ein neues Album, das SHRIKE am 02.11.2018 offiziell auf ihre Umwelt loslassen. Das Album ist erneut geprägt vom bandeigenen Verständnis von Black Metal, dem Ablehnen jeglichen Herdentriebs und Trends und der Auslebung der Emotionen, persönlichen Grenzen und Wahrnehmungen der vier Individuen hinter der Band.