ArseA - Order of Mantis

ArseA - Order of Mantis

Wenn Musik es schafft, eine ganz eigene Welt zu erschaffen, dann haben die Künstler ihr Ziel nicht nur erreicht, sondern etwas Magisches kreiert. Genau so ging es mir, als ich über die sozialen Medien auf die italienische Progressive-Metal-Band ArseA gestoßen bin und mich auf ihr Album „Order of Mantis“ eingelassen habe. Schade, dass die aus Italien stammende Band bislang noch nicht das Echo von Kritikern und Fans erhalten hat, dass ihnen eigentlich gebührt, denn mir ihrem Longplayer haben die Musiker ein grundsolides Album geschaffen, dass durchaus Potential für ein großes Publikum hat.  

Die Italiener öffnen mit ihrem Werk die Tür zu einer düsteren, dystopischen Zukunft – einer Welt voll kalter Mechanik, in der dank eingängiger, warmer Soundteppiche aber immer auch ein feiner Funke Hoffnung mitschwingt. Das Zusammenspiel ist faszinierend: Während die klaren Vocals von Sänger Matteo phasenweise fast schon nostalgisch an Metal-Ikonen wie Iron Maiden erinnern, kommt der Sound der Band erfrischend modern, druckvoll und unverbraucht daher. Mit starkem Riffs und harten Drums treiben ArseA ihre moderne Variante des Progressiven Metal treibend daher, während der Gesang klar und kraftvoll daher. Fans von Kamelot oder Evergrey werden mit diesem Album ihre helle Freude an dem Longplayer haben. Nicht zuletzt, weil Evergrey Sänger Tom S. Englund auf dem Song "unfair" zu hören ist. Ob als Konzeptalbum gedacht oder nicht, dass kann ich leider nicht herausfinden, jedoch merkt man beim Zuhören, wie sich die Stimmung des Albums verändert. Sind die Sounds aus dem dystopischen Album anfangs noch aggressiv und verzweifelter, so findet man im Laufe der Zeit wieder neue Hoffnung und das zeigt sich deutlich in den Songs, in den Sounds und auch in den Lyrics.

Mit "Order of Mantis" haben die Musiker von ArseA ein Album geschaffen, dass mehr Aufmerksamkeit benötigt. Durch clevere technische Finessen und elektronische Details wird die beklemmende Atmosphäre auf den einzelnen Songs punktgenau verstärkt. „Order of Mantis“ ist kein Album für das schnelle Durchhören zwischendurch – es ist ein dichter Klangteppich, der bei jedem neuen Durchlauf tiefere Schichten offenbart und immer wieder faszinierende Details entdecken lässt. Ein Longplayer also, an dem der geneigte Musikfan auch langfristig seine Freude haben wird.

Schade, dass man die Italiener von ArseA hier nicht auf dem Schirm hat, obwohl sie bereits viel Erfahrung auf den internationalen Bühnen auf verschiedenen Metalfestivals gesammelt haben. Ich hoffe, auch wir deutschen Prog-Fans die Möglichkeit bekommen, die ambitionierten Italiener bei unseren Festivals begrüßen zu dürfen. Das die erfahrenen Musiker es drauf haben, haben sie bereits im Vorfeld bewiesen.

ArseA - Order of Mantis
Kommentarfunktion nicht verfügbar!
Dieser Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du der Verwendung externer Cookies und Inhalte von Drittanbietern nicht zugestimmt hast. Um die Kommentarfunktion zu nutzen, kannst du deine Cookie-Einstellungen hier anpassen. Weitere Informationen zu den verwendeten Diensten und deren Datenschutzpraktiken findest du in unserer Datenschutzerklärung. Vielen Dank für dein Verständnis.

Medienkonverter.de

Wir verwenden Cookies zur Optimierung unserer Webseite. Details und Einstellungen finden Sie in der Datenschutzerklärung und im Privacy Center. Ihre Einwilligung ist jederzeit widerrufbar. Soziale Netzwerke & Drittanbieter-Inhalte können angezeigt werden. Mit „Alle akzeptieren“ stimmen Sie (widerruflich) auch einer Datenverarbeitung außerhalb des EWR zu (Art. 49 (1) (a) DSGVO).