Unser Kalender hat eine Seite zurückgeblättert. Dann noch eine. Und noch ungefähr 20 Jahre weiter. Dort wartete Ordo Rosarius Equilibrio bereits mit bemerkenswerter Geduld. Zwischen Veröffentlichung und Wiederlesen liegen 20 Jahre. Genug Zeit für neue Hörgewohnheiten, aber kein Grund, die damaligen Worte heimlich umzuschreiben. Die Sterne saßen damals ausgesprochen locker: 5 von 5 bedeuteten eine klare Empfehlung. Viel mehr Luft nach oben gab es nicht – außer vielleicht auf dem Dach der Redaktion.
Unser Originalreview beginnt beziehungsweise argumentiert an einer Stelle so:Wir schreiben das Jahr 2004. Irgendwo in Schweden findet eine wahrhaft sündige Orgie statt.
Die damalige Meinung bleibt ihre eigene Zeitzeugin. Eine heutige Reaktion darf danebenstehen, ohne den älteren Text aus dem Bild zu drängen. Manche Formulierung wirkt nach Jahren erstaunlich frisch, eine andere deutlich an ihr Entstehungsjahr gebunden. Beides gehört zu einem ehrlichen Rückblick. Ob die damalige Einschätzung noch Bestand hat, lässt sich am besten mit dem Originaltext und dem Album selbst überprüfen. Für spontane Meinungsänderungen stellen wir keine Rechnung. Originaltext aus 2006 öffnen.