Wenn Leben beginnt, wird es bei 'Apogean' nicht zartgrün und hoffnungsvoll, sondern dunkel, knorrig und ziemlich ungemütlich. Mit „Waste Where Life Begins“ kündigt die Band aus Toronto für den 10. Juli 2026 ihr zweites Album über The Artisan Era an – ein Werk, das blackened Death Metal, technische Brutalität und neofolkige Schatten zu einem morbiden Kreislauf verbindet.
Die Death-Metal-Band aus Kanada hatte bereits mit der EP „Into Madness“ von 2021 und dem Debütalbum „Cyberstrictive“ von 2024 gezeigt, dass sie nicht einfach nur technische Fingerverknotung betreibt, sondern größere, düstere Konzepte im Blick hat. Nach der technik-kritischen Dystopie von „Cyberstrictive“ geht es diesmal tiefer in den Kreislauf von Leben, Tod, Verfall und menschlicher Sinnsuche – also genau dorthin, wo der Smalltalk endgültig in den Waldboden sinkt. Musikalisch setzen 'Apogean' auf blackened Death Metal, technische Brutalität und überraschende Erweiterungen durch Neofolk, klassische Elemente, Chöre und Interludes. Das klingt nicht nach gemütlichem Waldausflug, sondern eher nach einem Naturfilm, bei dem der Erzähler plötzlich von kosmischer Bedeutungslosigkeit spricht und im Hintergrund jemand Blastbeats auf die Baumrinde hämmert.
Besonders schwer wiegt der fünfte Track „Nassaru“. Das Stück ist Joshua Ward gewidmet, dem verstorbenen Freund und musikalischen Weggefährten der Band, bekannt als Drummer von 'Voraath' und 'Raphumet’s Well' sowie als Drum-Tech für George Kollias von 'Nile'. Ward steuerte posthum lyrische Passagen zu dem Song bei. Acht Tracks umfasst „Waste Where Life Begins“, darunter „Daughter Of The Oak“, „Lie In Cinder“, „Ritual“ und das Finale „Black Smoke, Bleeding Earth“. Geschrieben, produziert und aufgenommen wurde das Album von 'Apogean' selbst, Mix und Mastering stammen von Zack Ohren, das Artwork von Dexter Forbes. Kurz gesagt: Hier wächst nichts Friedliches aus dem Boden. Hier keimt etwas, das Zähne hat.
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