Die Texte der Letzten Instanz sind anders als das, was man so von der deutschen Rock- und PopKultur gewöhnt ist. Sie genügen einem hohen lyrischen Anspruch, erzählen Geschichten in schönen Bildern und haben Relevanz. Nun wird Musik heute aber verstärkt konsumiert und sehr oft nur nebenbei gehört.
Was kommt da eigentlich bei den Hörern noch an? Zu welchen Geschichten inspirieren die Texte der Letzten Instanz? Diese Fragen postete der Sänger Holly Loose im FanForum der Band-Webseite nach der Veröffentlichung ihrer aktuellen Platte „Das weisse Lied“. Er war völlig überwältigt, als die Anzahl der ihm zugeschickten Geschichten wuchs und wuchs. Die Resonanz war erstaunlich hoch, die qualitative Reflexion der Texte verblüffend und das in einer Zeit, wo sich Musik zu einem genauso beiläufigen Konsumgut wie Kartoffelchips entwickelt hat. Es gibt also Licht am Ende des Tunnels. Diese Hoffnung wollte Holly weitergeben und der kreativen Eigenleistung seiner Fans Referenz zollen. Deshalb bringt er nun bei dem Berliner Verlag periplaneta diese einmalige Textsammlung „Weiße Geschichten“ heraus.
Der Erlös dieser Anthologie geht an den Verein „Musiker ohne Grenzen“, welcher derzeit ein Projekt in Ecuador durchführt. Dabei wird es den Kindern aus den Armenvierteln von Guasmo ermöglicht, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation ein Instrument zu erlernen und musikalisch aktiv zu sein. Dies ist so ein herzliches und schönes Vorhaben, dass man es unterstützen sollte!