lange wars ruhig im Hause Adversus, nur kleine News gabs hin und wieder auf der Bandhomepage, aber.... Was lange währt, wird nicht nur endlich gut, sondern auch irgendwann einmal fertig. Nach langer Planungs- und Verhandlungsphase sind nun alle Weichen für die Veröffentlichung des neuen Adversus-Werks gestellt.
„Der Zeit abhanden – Elf Märchen für Entflohene“ wird als dickes Bundle aus CD und Buch Anfang Dezember erscheinen. In diesem Zusammenhang gibt Adversus die Zusammenarbeit mit gleich zwei Firmen bekannt: Dem Plattenlabel Sonorium – Schwarze Klangkunst und dem Berliner Verlag Periplaneta, bekannt unter anderem durch seine Präsenz auf dem WGT und die Zusammenarbeit mit dem Szeneautor Christian von Aster. „Der Zeit abhanden“ ist ein schwarzromantisches Konzeptwerk, wie man es selten gesehen hat: Elf Kurzgeschichten, gerschrieben von Band-Gehirn Rosendorn, bilden auf über 170 Seiten einen spannenden, bedrohlichen, berührenden Reigen aus erzählender Literatur, die mal schauerlich- unterhaltsam, mal surreal-schräg, mal nachdenklich-sperrig daher kommt.
Rosendorn entführt seine Leser in eine seltsame Zwichenwelt zwischen dem Hier und dem Sonstwo, bewohnt nicht nur von Normalos wie du und ich, sondern auch von lebenden Häusern, Kellerkindern, Grablichtmädchen, unsterblichen Kriegern und Dingen, die des Nachts aus Spiegeln kommen.
Das Musikalbum, das in erster Auflage ausschließlich zusammen mit dem Buch erhältlich ist, sei sowohl Ergänzung als auch Alternative zu diesem modernen Märchenbuch. Elf brachial-romantische Stücke in bester Adversus-Manier entsprechen den elf Kurzgeschichten und bieten dem Hörer in ihrer lyrischen Aufarbeitung des Stoffes eine weitere Perspektive auf das Geschehen. Musikalisch zieht Rosendorn mit seinen Mannen wieder einmal alle ihm zur Verfügung stehenden Register. War Laya nur eine lauschige Erholungspause, geht es mit „Der Zeit abhanden“ wieder voll zur Sache: Anspruchsvolle, bombastische Orchesterpassagen wechseln sich ab mit finsteren Brachialmetal-Attacken, unterbrochen von folkig-mittelalterlichen Streicher-und Flötenklängen und komplexen Synthie-Spielereien. Über allem schwebt –zum ersten Mal auf einem „großen“ Album“ Aysels einmalige Opernstimme, kontrastiert von Rosendorns bekannt wahnwitzigen Shouts. Interne Kenner der Band charakterisieren das Album sowohl als zugänglicher als dessen Vorgänger „Einer Nacht Gewesenes“ als auch als deutlich härter und druckvoller verglichen mit den bisherigen Werken. Begleitet wird die Veröffentlichung der Buch-CD von einem aufwendig produzierten Videoclip, welcher einige Wochen vor Verkaufsstart kostenlos im Netz verteilt werden wird.