Jeder kenn das: Es gibt Künstler, die durch Ihre Stimme irgendwie eine unverwechselbare Präsenz erzeugen. Ich denke da im Mainstreambereich an Freddy Mercury und Peter Gabriel und im Independent-Sektor denke ich an Peter Heppner, Alexander Veljanov oder Ronan Harris. Manch einem mag es nun etwas hoch gegriffen scheinen und von „blindem“ Fan-Eifer zeugen, aber in genau diese Reihe würde ich auch Michael Röder von A Spell Inside stellen. Ein unverkennbares Feature von A Spell Inside (und nebenbei auch Behind the Scenes) ist sein charismatischer Gesang gepaart mit dem typisch, organischem Sound...irgendwo zwischen Electro, Gothic und Wave...und immer mit einprägsamer Melodie und klassischem Songwriting. Mit „Hit“ legen uns A Spell Inside nun nach langer Wartepause endlich wieder neues Material vor, dass mit Sicherheit das Potential zu echten Tanzflächenfüllern haben sollte. 12 Tracks befinden sich auf der „Hit“, und wie der Name schon verrät, sind es zum großen Teil tatsächlich „Dance“-Hits, die das Zeug haben, dieser Ausnahmeformation endlich den lang fälligen Durchbruch zu bescheren. Gleich der Opener „Out of Control” bohrt sich sofort in die Gehörgänge und regt die Beine an, sich zu bewegen. Mit „Horizon“ (Track 3) bricht dann mit Macht ein weiterer Ohrwurm aus dem künstlich gedämpften Soundkorsett hervor und reißt den Zuhörer mit sich. Übrigens, wem dieser Song irgendwie bekannt vorkommt, hat richtig gehört, es handelt sich um eine mächtig aufgemotzte und kaum noch erkennbare Dance-Version von „The Horizon“ von der Return to grey-Maxi. Und wo wir gerade bei den Anspieltips sind, darf auf keine Fall Track 10 „Oneway“ fehlen. Dieser Song ist einer meiner absoluten Favoriten auf dieser CD...So muß guter "Futurepop" klingen! (Weiß mittlerweiler einer, was "Futurepop" nun eigentlich ist ? grins) Fazit: Wer die früheren Werke dieser Band kennt (und liebt), wird auch diese CD wieder mögen und lieben. Allerdings spürt man hier eine deutliche Entwicklung weg vom Gothic und hin zu mehr Electro mit Zielrichtung Tanzfläche. Nicht zuletzt zeigt sich das auch durch das gänzliche Fehlen von Gitarren. Kurz: Wieder einmal ein echtes Highlight des noch so jungen Jahres, daß sich nicht neben VNV oder APB verstecken muß!