11 Jahre "Schwarze Nacht" in Mönchengladbach

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11 Jahre schwarze Nacht in Mönchengladbach mussten gefeiert werden. Zum Geburtstag strömten zahlreiche schwarze Nachtschattengewächse in die Gladbacher Altstadt, denn das große Event hatte man aus Platzgründen in die Waldhausener Straße ins Projekt 42 verlegt. Große Namen hatte man für diese besondere Nacht angekündigt, als Headliner des Festivals hatten sich niemand Geringeres als Bruno Kramm und Stefan Ackermann aka Das Ich angekündigt. Aber auch Erk, seines Zeichens Frontman von Hocico, stand mit seinem Side Project Rabia Sorda auf dem Line Up. Am frühen Abend hatten sich die ersten Fans schon in der beschaulichen Gasse unweit der Altstadt versammelt, während man wenige Meter weiter oben bei weihnachtlicher Stimmung überteuerten Glühwein genoss. 

Leider verzögerte sich der Einlass in die Location aus technischen Gründen. Zur Besänftigung gab es dann eine Runde Absinth für die Wartenden, bevor dann endlich der Einlass erfolgte. Da leider Sea of Sin krankheitsbedingt ihren Auftritt hatten absagen müssen, musste das Team rund um Isa schnell für Ersatz sorgen. Man hatte den gesamten Vortag genutzt, um eine Ersatzband aufzufinden, die den musikalischen Abend einläuten sollten. Doch bevor das Tanzbein geschwungen wurde, las Erk Aicrag, Frontman von Hocico und Rabia Sorda aus seinem neuesten Buch “Pingo” vor. Düstere Worte, überraschende Wendungen, davon leben die Geschichten des Künstlers, der schnell einsprang, um das Festival einzuläuten, bevor die aus Belgien stammende Band Super Dragon Punch mit ihrer energetischen Musik und einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz für erste schwingende Tanzbeine sorgten.

Tanzen war auch das Motto der aus Essen stammenden Formation “All the Ashes”, die ebenfalls mit Krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatten, denn Drummer Carsten fiel Aufgrund einer Handverletzung aus. Doch das sollte die Spiellaune der zum Duo geschrumpften Musiker nicht schmälern, denn mit ihrem treibenden Elektropop wussten sie genau, wie sie die Menge in ihren Bann ziehen konnten. Spätestens bei ihrem Hit “Schwarz macht Schlank” sangen und tanzten die Besucher des “Schwarze Nacht Jubiläums” mit.Auch System Noire, die eingängige Melodien und treibende Beats gekonnt miteinander kombinieren, ließen es sich nicht nehmen, zum 11. Geburtstag der “Schwarzen Nacht” in Mönchengladbach vorbeizuschauen. Die in Hannover gegründete Band spielte schon mit vielen Größen der schwarzen Szene und freute sich, auch am Niederrhein auf zahlreiche Fans zu treffen und neue Zuhörer begeistern zu können. Der Abend schritt voran, es war an der Zeit für die mexikanische Band Rabia Sorda, die mit Gastmusiker Ralf aggressivere Töne anschlagen. Sänger Erk war in bester Stimmung und interagierte fröhlich mit dem Publikum, dass die mitreißende Show gebührend feierte. Ob spanische Texte oder auch bei englischen Titeln, neue und alte Fans der Mexikaner genossen die Show, die zu später Stunde begeistern konnte.

Etwas später als geplant traten dann als Headliner die Urgesteine der schwarzen Szene auf die Bühne. Bruno Kramm und Stefan Ackermann brachten ihr kürzlich erschienenes Album “Fanal” mit nach Mönchengladbach und ließen es mit dem Titel “Lazarus” sofort krachen. Mit ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz und neuen und alten Klassikern aus mehr als 30 Jahren Bandgeschichte konnte man nun auch endlich den letzten Besucher der “Schwarzen Nacht” in Mönchengladbach begeistern. Sänger Stefan Ackermann, der nach mehreren Hirnblutungen im Jahre 2013 schon von den Medizinern aufgegeben wurde, zeigte, dass er längst von den Totgeglaubten auferstanden war und nichts von seiner beeindruckenden Erscheinung eingebüßt hatte. Immer wieder ging er auf das Publikum ein, ließ die Besucher in den ersten Reihe immer wieder ins Mikro singen oder ließ die Damen in den ersten Reihen Textblätter halten, obgleich er die Texte doch auswendig kannte und den Gästen tief in die Augen blickte. Bruno Kramm und Live Musiker Sven lieferten sich mit ihren Keyboards immer wieder Duelle, nutzen den gesamten Raum der Bühne, um jedem Gast ein einzigartiges Erlebnis in Mönchengladbach zu bieten. Natürlich durften bei diesem Auftritt im Rheinland die Klassiker “Gottes Tod”, “Kannibale” und “Destillat” nicht fehlen. Nach der beeindruckenden Show erfreuten sich die Kult-Musiker noch auf einen Austausch mit den begeisterten Fans und standen für Autogrammwünsche und Fotos bereit. 

Wem die Füße noch immer nicht schmerzten, wurde eingeladen, gleich bei der After Show Party auf zwei Floors weiterzufeiern. Zu dunklen Tönen und treibenden Sounds der 80er wurde dann bis in die Morgenstunden weiter getanzt. Danke an das Team der “Schwarzen Nacht Mönchengladbach für einen gelungenen Abend mit großartigen Live Acts, kultigen Klängen und einem tollen Publikum. 



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