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Die Herbstwinde frischen auf, die Blätter verfärben sich und die See wird rau. Doch das schreckt eine Handvoll enthusiastischer Matrosen (und Matrosinnen) nicht, den Landgang in Hamburg zu nutzen um dem Käpt`n in den Bunker zu folgen. Denn im Turmzimmer des Clubs Uebel & Gefährlich gab Rummelsnuff zusammen mit Maat Asbach und Gastakkordeonspieler Bernd Butz eine hinreißende Show.


Im Zuge der Veröffentlichung vom großartigen Album Nummer 5 schunkelt sich der Käpt`n allerorten auf kleinen Bühnen und bringt all denen, die schlau genug sind, seinem Ruf zu folgen Frohsinn, Wohlgefühl und derbe Strommusik. Alte Gassenhauer und neues Material aus der eigenen Schmiede wurden mit einigen Coversongs angereichert und mit vielen entblößten Männeroberkörpern präsentiert. Denn natürlich blieben die drei Herren vom musikalischen Fach nicht lange alleine und treue Fans eroberten schnell die Bühne.


Da dies mein erstes Rummelsnuffkonzert war, muss ich voller Freude festhalten, dass nicht nur die Show und Atmosphäre ungemein erfüllend war (wie ich es mir auch geträumt hatte) sondern dass der Abend auch musikalisch mehr als überzeugte. Gerade gesanglich überraschte es mich, dass sowohl der Käpt`n als auch Maat Asbach live besser klangen als auf Band. Rummelsnuff erzählte, brummelte und rief sich mitten in mein Herz, während Asbach stimmgewaltig die Texte in die Halle schmetterte. Wow. Ebenso froh stimmte, dass die vom Rechner kommende Elektronik nicht wie ein einschürendes Korsett die Kreativität einengte. Der Käpt`n schien an einigen Stellen die Playlist spontan zu modifizieren und dann und wann wurde gänzlich auf stromlose Töne gesetzt und der wohlige Schunkelfaktor in die Höhe getrieben.


Zu jedem Song die passende Kopfbedeckung und Schauspieleinlagen, augenzwinkernde Ansagen zwischen den Liedern, leichter Irrsinn wie ein Armdrücken zweier kundiger Gäste auf Asbachs Rücken – ein Freudenfest. Und hier kommt mein einziger Kritikpunkt: Gerade weil sie sich so schön für eine solche Inszenierung eignen fehlten in meinen Ohren drei Kracher des neuen Albums: „Doktor Rummel Mister Snuff“, „Bursche“ (das die ideale Liebeserklärung an Asbach gewesen wäre, als dieser die Bühne Richtung Merchandise-Stand verließ) und vor allem „Eisengott“. Doch ein perfekter Abend bleibt bei solcher Kritik auf hohem Niveau perfekt.


Und nachdem schließlich auch der Hans Albers Klassiker gemeinsam mit dem Publikum gesungen war, der zu Hamburg gehört wie die im Song selbst besungene Reeperbahn und es ruhiger wurde verkaufte Asbach Rummelware aus dem Koffer während der Käpt`n mit seinen Fans auf der Bühne posierte und knuddelte. Vielen Dank an die Musiker, das Publikum und den Club – ein verdammt schöner Abend.


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