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Relevante Reviews zu Onetwo:
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03.03.2007
Instead
Auf ‚Instead’ musste man lange warten. Bereits Mitte 2004 kündigte die EP ‚Item’ das Album...

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22.08.2004
Item
Was lange währt wird endlich gut. Über Jahre haben die Fans darauf gewartet, dass das bere...

Im letzten Jahr wollten Paul Humphreys und Claudia Brücken bereits das Frankfurter Publikum mit elektronischen Klassikern und Songs aus ihrem aktuellen Album ‚Instead’ beglücken, sagten jedoch kurzfristig ab, da ihnen ein Support-Slot bei ‚The Human League’ angeboten wurde. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben, wie man am fünften Mai im Nachtleben an der Konstabler hören konnte.


Psyche hatte man als Vorband engagiert, und so stand um viertel nach neun Darrin Huss hinterm Mikrophon unterstützt von seinem Partner an den Keyboards und einem mächtigen Stück Konserve aus dem Notebook, versteckt im netten Crumpler-Täschchen. Die Art der Musik, die Psyche darbietet – und das war schon immer so – ist wirklich Geschmackssache. Sehr tanzbar und club-lastig stellte sich das Set dar. ‚Snow Garden’, das bereits ältere ‚Tears’ und die gerade auf 7“ veröffentlichte Joy Division Cover-Version ‚Disorder’ werden durch die Ballade ‚September Moon’ ergänzt. Huss erinnert dabei gesanglich als auch von der Gestik sehr an Marc Almond.


Kurz vor zehn treffen dann Onetwo im eigenen Tour-Shuttle ein und Claudia Brücken strahlt mit dem über die Schulter geworfenen Jäckchen eine selbstbewusste Unnahbarkeit aus, die trügerischer kaum sein könnte. Paul Humphreys hingegen raucht noch locker mit dem Rucksack über der Schulter eine letzte Zigarette bevor sich die beiden samt Tourunterstützung in den Kellerclub im Herzen Frankfurt begeben.


Das Publikum wartet bereits sehnsüchtig darauf, dass sich die kleine Bühne, die mit den drei Synthesizern alleine bereits fast vollständig ausgefüllt wird, erneut mit Leben füllt. Dies geschieht recht umgehend und die vier Musiker führen durch knapp anderthalb Stunden Musik. Dabei hat sich die Tracklist ein wenig zu den letztjährigen Konzerten geändert. ‚Snobbery and Decay’ erwartet man an diesem Abend vergebens, entschädigt wird man jedoch durch eine gelungene Version von ‚So in Love’, bei der Claudia den Refrain übernehmen darf. Auch die Onetwo Stücke zwischen dem obligatorischen Opener ‚The Theory of Everything’ und ‚Vision in the Sky vor der Zugabe’ unterscheiden sich leicht von der letztjährigen Setlist.


Man verzeiht gerne, dass der Einsatz mal nicht passte und Paul den entsprechenden Song neu anspielte. Das langsame ‚Cloud #9’, diesmal ganz ohne ‚Shalalas’, bewirkt dabei genauso dankbaren Applaus wie das kühle ‚Kein Anschluss’ oder die bekannten Coverversionen von Pink Floyd und den Associates. Schade, dass diesmal nur eine Zugabe eingeplant war…


Eine ähnliche Intimität wie bereits im letzten Jahr in Giessen macht den Auftritt erneut zu einem besonderen Erlebnis. Und auch wenn die lokal sehr schwache Promotion und das am nächsten Tag beginnende WGT die Besucherzahl klein hielt, war wieder die starke Fanbindung zu spüren, die auch Claudia und Paul merklich begeisterte. Auch an diesem Abend erhalten die Fans die Möglichkeit von den beiden Vollblut-Musikern die eine oder andere Frage beantwortet und die zahlreich mitgebrachten Tonträger und Fotos signiert zu bekommen.


Ich bin mir sicher, dass der Kohlrabizirkus am Samstag auf dem WGT ähnlich begeistert sein wird bzgl. der Bühnenpräsenz und der musikalischen Größe dieser Band, aber das ist eine andere Geschichte, und zweifelslos wird auf dieser Seite meine liebe Kollegen Claudia demnächst davon erzählen…



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