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15.01.2005
Last Lights
Überzeugt als stimmiges und geschlossenes Gesamtkunstwerk!

Tor Lundvall Yule

Der Mann der leisen Töne ist zurück. Wie jedes Jahr zum Anfang des Winters bzw. zu Beginn der Weihnachtszeit veröffentlicht Tor Lundvall seine eigene Interpretation von Weihnacht, Winter und Ferienzeit. "Empty Cities" von 2005 fand überall positive Resonanz. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger enthält die nun erschienene EP "Yule" nicht nur Instrumentalstücke. Trotzdem könnte man "Yule" als kleineren Bruder von "Empty Cities" bezeichnen. Die EP zeigt Lundvalls Gefühlswelt um die Weihnachtszeit, fernab von Hektik, Einkaufsstress und der Suche nach einem Parkplatz. Nein, Tor Lundvalls Weihnachten ist verzaubert, alles ist von Schnee bedeckt und das Fest der Liebe hat eine stark spirituelle Seite. Möglicherweise betrachtet er das Fest aus der Sicht eines Kindes oder angelehnt an die Wahrnehmung eines Kindes, denn die Texte auf "Yule", die z.B. von Engeln erzählen, haben etwas sonderbares.

Musikalisch gibt es zweierlei zu entdecken. Zum einen Tor Lundvalls unheimliches Gespür für Stimmungen. Mit relativ wenig konstruiert er atmosphärisch treffende Songs. Zum anderen ist es seine Stimme. Nach "Empty Cities" muss man sich erst einmal an den Gesang gewöhnen, der ein wenig an Art Garfunkel erinnert und sehr gut mit den Melodien harmoniert. So erfährt man nach dem ersten Song der EP eine wohlige Stille, ein Gefühl der Entspanntheit. Da Tor Lundvall auf der EP keine augenfälligen Akzente setzt, sondern seinen verträumten Ambient etwas dahin plätschern lässt, fehlt "Yule" auf Dauer die Spannung. Vielleicht auch deshalb, weil ab Mitte der EP der thematische Zusammenhalt der Songs nicht mehr so stark ist wie am Anfang, welcher eine Heimreise zu Weihnachten beschreibt.

Neben den neun neuen Songs hat Herr Lundvall auch ein acht Jahre altes Stück auf die EP gepackt. Das erstmals in voller Länge hörbare "Falling Snow" bringt es auf stattliche 20 Minuten Spielzeit und ist eigentlich eine EP in sich.
Tor Lundvalls Welt ist bizarr und fragil und belohnt jeden, der sie entdeckt. Zwar ist "Yule" in sich etwas langatmig, aber das ist zu verkraften. Die EP ist nur über Strange Fortune zu bekommen und zudem auf 333 Stück limitiert!

Facts:

Label:
Strange Fortune

Mediatype:
EP

Genre:
Ambient / Classical / Folk

Review-Datum:
15.02.2007

VÖ-Datum:
01.01.2007

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Bewertung:
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Autor:
Veit

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Veit hat bereits 944 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2007-02-15 0 3,3

Tracklist:

01. Busy Station
02. The Train Home
03. Christmas Eve
04. 12:00 Am
05. Snowy Morning
06. Yule Song
07. Fading Light
08. January
09. White On Grey
10. The Falling Snow (full Length Version)

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