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08.10.2010
Metallic Spheres
Like Father and Sun: The Orb und David Gilmour starten mit neuen Flächen durch...

The Orb The Dream

Unumstritten sind ‚The Orb’ irgendwie die Erfinder des Ambient-Hause mit Dub-Einflüssen. 1991 konnte erst mal keiner so recht etwas mit den ‚Adventuren beyond the Ultraworld’ in einer Techno-dominierten Zeit anfangen. Die ersten Irritationen gaben sich jedoch schnell und ‚U.F.Orb’, das nächste Album, verkaufte sich sofort wie warme Semmeln. Konstante im Orbschen Universum ist Alex Paterson, der in den Jahren mit wechselnden Partnern wie Jimmy Cauty (KLF), Thomas Fehlmann (Sun Electric) oder eben mit Youth (Killing Joke) mehr oder weniger zugängliche Entspannungselektronik veröffentlicht hat.

Nach einigen musikalisch eher schwierigen Kopfgeburten legen jetzt die Herren Paterson und Youth, die auch für ‚U.F.Orb’ zuständig waren, in 2008 ein neues Album mit dem etwas abgedroschenen Namen ‚The Dream’ nach. Es schließt durchaus dort an, wo ‚Blue Room’ oder ‚Little Fluffy Clouds’ chillig-poppig direkt in die berauschten Herzen der Raver der Neunziger zielten und lässt die schwierigen Tracks von ‚Pommes Fritz’ oder ‚Orbus Terrarum’ vergessen. Ein wenig hört man heraus, dass mit Tim Bran ein Ragga-Dance-inspirierter Geist, den man aus den Neunzigern von der Combo Dreadzone kennt, mitgewirkt hat, so dass das Ergebnis vielfach club-orientierter als die genannten Frühwerke erscheint. Irgendwie erscheint ‚The Dream’ deshalb in sich nicht ganz so schlüssig: Weltmusik-Fragmente, toastende Rapper, Hare-Krishna-Anleihen und fast souliger Gesang wechseln sich ab und machen ‚The Dream’ diesmal etwas zu gefällig und vorhersehbar.

‚The Dream’ lässt sich gut hören, gibt jedoch auch beim dritten oder vierten Durchhören mit ‚High Noon’ und 'Codes' lediglich zwei herausragende Titel preis. Süchtig machende ambiente Soundlandschaften für die man The Orb lieben gelernt hat findet man sonst jedoch nicht. Gutes Mittelfeld auf jeden Fall, der Zenit der Produktivität scheint jedoch auf jeden Fall überschritten zu sein.

Facts:

Label:
Stereo Deluxe

Mediatype:
CD

Genre:
Ambient / Classical / Folk

Review-Datum:
10.01.2008

VÖ-Datum:
22.02.2008

Leserwertungen:
1

Bewertung:
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Autor:
Ralf

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Ralf hat bereits 797 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2008-01-10 1 3,3

Tracklist:

01. The Dream
02. Vuja De
03. Something Supernatural
04. A Beautiful Day
05. Ddd (dirty Disco Dub)
06. The Truth Is...
07. Phantom Of Ukraine
08. Mother Nature
09. Lost And Found
10. The Forest Of Lyonesse
11. Katskills
12. High Noon
13. Sleeping Tiger & The Gods Unknown
14. Codes
15. Orbisonia

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