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29.06.2009
Succubus
Schwermütige Jazz-Improvisationen mit Sleaze

The Mount Fuji Doomjazz Corporation Doomjazz Future Corpses!

Angefangen hat alles mit „The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble“. Jason Kohnen, besser bekannt als Bong Ra und Gideon Kiers, beide Kunststudenten hatten die Idee mit diesem Projekt eine Art visuelle Musik zu nicht existenten Filmen entstehen zu lassen, wobei sie ihrer Inspiration durchaus Namen zugeordnet haben: die surrealen Welten der Quay Brothers, Murnau and Lang sowie der Malerei von Hieronymus Bosch, Picasso und Goya. Das Wort „Jazz“ ist hier tatsächlich (noch) ernst gemeint: neben elektronischen Sounds hört man einige akustische Instrumente, alles in jazzigem Ambient vereint. Soweit zur sonnigen Seite.

Der Nachfolger „The Mount Fuji Doomjazz Corporation - Doomjazz Future Corpses!” macht jetzt Schluss mit lustig. Konnten viele Stücke des Vorgängers noch problemlos nebenbei den sonntäglichen Kaffee und Kuchen beschallen, wird jetzt der Himmel verdunkelt und unheimliches Gedröhne serviert. Freejazz Elemente lassen dabei auch noch den letzten Rettungsanker Namens „Harmonie“ über Bord gehen. The Mount Fuji Doomjazz Corporation ist der Soundtrack zum Abgrund des menschlichen Daseins, der ultimative Killer jeder gute Laune-Sonnenschein Party. Aber halt! Wir entsinnen uns einer festen Konstante in Jason Kohnen’s Universum: faustdicke Ironie! Noch nie Bong Ra's "666MPH" Video auf youtube gesehen? Na also. Ist doch alles halb so wild. Und so ist auch die Fuji Doomjazz Corporation gar nicht so schlimm: düster aber auch spannend wie eine Mischung aus Drones Jazz und Doom/ Metal klingen kann. Die 9 unbetitelten Stücke sind eher ein Strom von Improvisationen, langestrecken, übereinandergeschichteten Klängen und machen Sinn wenn sie im ganzen gehört werden, vorausgesetzt man hat den Nerv dafür und ist nicht ganz nüchtern!

In altbewährter Manier wurden am 24 Februar 2007 im Amsterdamer Overtoom301 Bläser, Oszillatoren, Bass und diverse Sounds live zu einer heftigen Mischung zusammengebraut. Witzig auch das Design des Covers (von Jason Kohnen selbst entworfen), welches mit Typografie und Farben der typischen Jazz Platten der 60er Jahre spielt und auf den ersten Blick ziemlich seriös aussieht. Wäre da nicht der der Name: Wer sich auch „The Mount Fuji Doomjazz Corporation” nennt ist entweder bescheuert, genial oder beides zusammen. Mir hat allein schon der Name gefallen. Kühl servieren!

Facts:

Label:
Ad Noiseam

Mediatype:
CD

Genre:
Andere

Review-Datum:
08.07.2007

VÖ-Datum:
05.06.2007

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Autor:
Matthias

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Matthias hat bereits 40 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2007-07-08 0 3,3

Tracklist:

01. One
02. Two
03. Three
04. Four
05. Five
06. Six
07. Seven
08. Eight
09. Nine

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