Team Rockit The Lowest Point In Rock‘n Roll

Was ist von einer Band zu erwarten, die Ihren neuesten Output „The Lowest Point In Rock‘n Roll“ titelt?

Handelt es sich um eine realistische Selbsteinschätzung einer Band in ihrer Schaffenskrise oder dient der Titel á la Spinal Tap als augenzwinkernde Selbstironie? Voller Neugier schiebt der Rezensent ob dieser Fragen den kleinen Rundling in seinen CD-Player: „Know What I Mean“ startet mit einem Stakatto Drum-Beat, während kurz darauf die Gitarre mit einem prägnantem Riff nach alter AC/DC-Schule startet. Holla, das läßt schon mal aufhorchen; nachdem der Gesang von Joe Sanzeri einsetzt verschiebt sich der Stil des Trios sofort: aus mit Aussie-Hardrock, hier wird Punk/Indie-Rock dargeboten.

Das Problem ist nur: je länger man die Scheibe hört, desto öder wird sie. Geschuldet ist dies dem Umstand, daß Sänger und Gitarrist Joe Sanzeri eine nicht wirklich überzeugende Rockstimme sein Eigen nennt, die die sowieso schon etwas gleichförmigen Songs nicht den entscheidenen Kick geben kann. So bleiben viele gute Ansätze im Unverbindlichen hängen: wo rohe treibende Punkenergie herrscht, macht der Gesang einen Teil dieser Energie wieder zunichte. Desweiteren ist wie bereits erwähnt die Songauswahl nicht gerade das gelbe vom Ei. Der fast immer einheitliche 4/4-Taktbeat ermüdet mit der Zeit, Überraschungsmomente bleiben völlig aus (von de passablen „Teenager“ und „Birds & Butterflies“ abgesehen), die farb- und kraftlose Stimme des Sängers geht einem mit zunehmender Spieldauer immer mehr auf den Sack, so daß die Songs träge dahinplätschern wie Treibstückgut auf dem Nil.

Die Produktion der Scheibe ist eher genreentsprechend mit dem Attribut „Garagensound“ beschrieben; dies muß kein Nachteil sein, wenn die Ausführung entsprechend stimmt.Aber das tut sie hier leider nicht. So handelt es sich bei „The Lowest Point In Rock‘n Roll“ zwar nicht um DEN Tiefpunk im Rockbereich und um einen völligen „Rohrkrepierer“. Dafür sorgen schon die handwerklichen Fähigkeiten der Musiker und manche gelungenen Ansätze. Wenn da nur nicht diese Stimme wäre.......

Facts:

Label:
Fire-tone

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
22.02.2010

VÖ-Datum:
21.11.2006

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Autor:
Seelenfänger

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Seelenfänger hat bereits 5 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Seelenfänger zu diesem Review lautet: Wenn da nur nicht diese Stimme wäre....... 2010-02-22 0 1

Tracklist:

01. Know What I Mean
02. Teenage Queen
03. I'm Glad
04. Teenager
05. Hillbilly Hot Rod
06. Lucky Dad
07. Something I Said
08. Pain
09. Wake Up
10. Living Proof
11. Carbombs
12. Birds & Butterflies

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