Supreme Soul No one's all

Der Alltagsstress hält sie gefangen und sie verbringen die Nächte damit, sich erschlagen von Gedanken und Sorgen hin und her zu wälzen? Wie nur Ruhe finden, wie nur einschlafen? Medikamente sollten keine Pauschallösung sein, kann doch der Homöopath ihres Vertrauens auch alternative Methoden weiterempfehlen, um wegzudämmern. Und damit herzlich willkommen zur Kritik von Supreme Soul's Debut 'No one's all'.

2012 bereits online veröffentlicht hatte der portugiesische Herrenclub so viel Zuspruch bekommen, dass nun auch eine CD-Veröffentlichung ermöglicht wurde. Das ist schön, das ist erfreulich und auf der Habenseite steht ein Reigen aus New Wave und Indie Rock, ein schmachtig angenehmer Gesang und ein gleichbleibendes Niveau (mit dem obligatorischen Verweis auf Joy Division oder Interpol). Doch trotz ordentlicher Grundvoraussetzungen und sicherlich auch viel Spielfreude und Überzeugung... nach spätestens 3 Liedern am Stück hoffe ich immer auf Stromausfall. Supreme Soul schaffen es einfach nicht, mich zu berühren, sie nerven mich sogar mit der Zeit ausgesprochen.

In diesem Genre gibt es unzählige Veröffentlichungen, doch Aufhorchen lassen meist nur die Extreme an beiden Enden der Messlatte. Die unübersichtliche und unendlich scheinende Mitte hingegen strengt durch die immer gleichen Bausteine (Sound, Instrumentierung, Gesang, Texte,..) einfach nur an. 'No one's all' ist so ein Album von vielen und da die Grundzutaten nur gut sind und nicht eine Melodie sich wirklich im Hirn festsetzen will wird es irgendwann qualvoll zäh. Und, um die Einleitung wieder aufzugreifen, fürchterlich ermüdend. Keine Melodie bricht aus dem Schema, nicht einen Moment möchte ich unbedingt noch einmal hören... die Durchläufe für die Kritik waren schon zu viel. Mir ist also nicht ganz begreiflich, warum eine 'echte' Veröffentlichung notwendig war. Man darf sich gerne eine Gegenmeinung bilden: Die Hörprobe im Link ist stellvertretend für alle 11 Titel...(die man sich aber auch auf der Bandpage zu Gemüte führen kann). Ich wechsel doch lieber wieder zur letzten Veröffentlichung von Principe Valiente - ähnliche Spielart, deutlich mehr Inhalt.

Facts:

Label:
af-Music

Mediatype:
CD

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
24.10.2014

VÖ-Datum:
29.11.2013

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 635 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Mittelprächtiges Debut motivierter Melancholiker - kein Pflichtkauf. 2014-10-24 2 1,7

Tracklist:

01. What's Going On
02. The Perfect Place For Us
03. Unbroken Tales From Outside Fakers
04. Love And Shadows
05. My Last Kiss
06. A Silent Escape
07. More Than A Confession
08. The Man Without A Face
09. Mirror Conversations
10. Vision (to Love, Fight And Say)
11. Beauty In The Sadness

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