• Image
14.10.2016
Materia
Minimaler Klangkosmos mit maximaler Intensität.

Supersimmetria Kosmogonie

Armando Alibrandi, der Künstler hinter Supersimmetria, debütiert nach zwei vorherigen Releases bei Hands und setzt damit eine kleine Reihe von Veröffentlichungen fort, die sich hauptsächlich mit dem Weltraum beschäftigen, wie es zum Beispiel SaturmZlide and Syntech gemacht haben.

Thematisch bewegt sich Kosmogonie im mythologischen Feld und hier trifft die Albumbeschreibung des Labels genau ins Schwarze: Where science meets its limits, man must resort to mythology to find answers! Die Grundstimmung und -struktur sind also definiert, nun gilt es die musikalische Umsetzung genauer unter die Lupe zu nehmen.
Supersimmetria verbindet auf Kosmogonie zahlreiche Elemente aus den verschiedensten Bereichen der elektronischen Musik, und lässt diese von einem steten technoiden Beat dominieren. Diese Beats, die wie ein Uhrwerk taktgenau immer wiederkehren, bewegen sich im mitreißendem Midtempo und überraschen, trotz der fortwährenden Monotonie, mit einer ständigen Umschichtung verschiedenster Elemente und geschickt eingebrachte Rhythmusstrukturen, die den vorhandenen Beat immer wieder aufbrechen und umwälzen. Durch dieses stetige Wandeln entstehen Variationen, die das ganze Album zu einem wunderbaren Weltraumtrip werden lassen. Unterstützt und ergänzt werden die Beats durch zahlreiche andere Elemente, die für eine kühle, tiefe und dunkle Atmosphäre sorgen und dem Titel entsprechend zu einer wirklichen Kosmogonie werden. Beats und Atmosphäre verschmelzen zu einem großen Ganzen, zu einem eigenen unendlichen Kosmos. Die monotonen Beats waren dem einzigen Remixer, der auf diesem Album vertreten ist, bestimmt recht, denn auch Geistform bedient sich gerne dieses Stilelements, dreht aber desöfteren auch mal gerne am Verzerrer und macht mit seinem Remix aus dem Original einen knarzenden, pulsierenden Soundtrack.

Armando Alibrandi gibt einen mehr als sehr guten Einstand bei Hands und macht sowohl Clubgänger als auch Diejenigen, die lieber Zuhause Musik hören, froh, denn Supersimmetrias Kosmogonie beschäftigt sowohl Geist als auch Körper.

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
16.04.2015

VÖ-Datum:
19.03.2015

Leserwertungen:
9

Bewertung:
Rating Image

Leserwertung:
Rating Image

Autor:
Andy

Bewerte diesen Tonträger:

Autor:

Andy hat bereits 129 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Mysthische Welterklärung im modernen Sound. 2015-04-16 9 3,3

Tracklist:

01. Monodromía
02. Casimir Effect
03. Solar Flare
04. Plasma
05. Parallax
06. Gestalt
07. Spatial Coherence
08. Auroræ
09. No Signal
10. Eridanus Supervoid
11. Aleph
12. Made Of Stardust
13. No Signal (geistform Remix)

Facebook Like

Twitter

Twitter

(c) Medienkonverter Online - Alle Rechte vorbehalten Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr. Page Impressions diese Seite: 1.686 Statistiken
Impressum