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12.01.2004
Pray
Freunde des gepflegten Gothic-Rock aufgepaßt: Secret Discovery legen nach längerer Pause n...

Secret Discovery Alternate

Eine deutsche Dunkelrock Legende kehrte Anfang 2004 mit dem Album "Pray" nach einer "kleinen" Auszeit zurück: Die Ruhrpottler Secret Discovery. Anscheinend fand man Gefallen am erneuten Zusammenspiel und legt nun "Alternate" nach. Die Band konnte mich früher mit ihren Alben "Dark Line" (welches leider zu schwach produziert war) , sowie natürlich dem Standardprogramm des gepflegten Gothrock CD-Regals, "Into The Void" und "Wasted Dreams" begeistern. Mit "Question Of Time" zeichnete sich dann schon ein Wechsel hin zu mehr metallischen Klängen ab, ohne aber dem Rock ala´ Fields und Sisters gänzlich abzuschwören. Danach kam noch "Slave", welche ich recht durchschnittlich fand, sowie eine Art Best Of. Nichtsdestotrotz ist Secret Discovery eine Band die deutsche Gothicrock Geschichte geschrieben hat. Dabei habe ich noch gar nicht von der allerersten Platte namens "Way To Salvation" gesprochen, die aber auch nur den wenigsten bekannt sein sollte, betrug die Auflage doch nur 500 Stück. Auf dieser waren sogar noch ein paar Sprengsel des Punkrocks zu finden, darunter auch der Kultsong "Zerstörer", sowie u.a. das schön dunkle "Down From Hell". Aber genug von der Vergangenheit......

Nun, dass man nicht zur Blackmetal oder Grindcore Band mutieren würde, war zu erwarten, allerdings ist der Härte - und Dunkelheitsgrad der Songs im Durchschnitt schon zurückgefahren worden. Die Kehle Kai Hoffmanns bringt nur noch selten die rauheren Vocals aus früheren Zeiten hervor, stattdessen versucht er sich mal an mehr "Himschen" Tönen, was sich auch an den vielen "Klimpermelodien" bemerkbar macht, wie sie HIM und ähnliche Bands gerne benutzen. Der Sound kommt schon druckvoll aus den Boxen gedröhnt, Bass vermisst man auch nicht unbedingt. Was ich persönlich dagegen vermisse, ist der Charme und die niveauvolle dunkle Stimmung die ältere Sücke auszeichneten. Man denke z.B. nur an "Another Life", "Flower In The Dust", "Evil Feeling", "Si Dangeroux" oder "Cage Of Desire" - Songs die begeistern konnten und immer noch können.

Obiger Absatz soll nicht ausdrücken, dass "Alternate" schlecht wäre. Beileibe nicht ! Secret Discovery Anno 2006 klingen relativ modern, das beweisen auch mehrere deutsch gesungene Titel. Mit "Lass mich los" ist auch ein Song der im Revier von Rammstein wildert, enthalten. Depechige Klänge sind teilweise ebenso nicht zu verneinen. Leider rauschen die meisten Titel an mir vorbei, was es mir etwas schwierig macht, Anspieltips zu nennen. Also um ehrlich zu sein, so richtig gut gefällt mir nur der Opener und Numero 6 "The Same Way" :(( Für mich als eher "Old School Gothrock" Fan ist zuviel poppiges und nichtssagendes auf der CD enthalten, sodass ich in der Endauswertung auf 3,5 von 6 Sternen komme. Der Sound scheint nicht optimal zu sein, etwas zu verwaschen und undynamisch kommt er mir zuweilen vor (sogar im Vergleich mit dem der alten Alben). Es sei damit natürlich nicht ausgeschlossen, dass den Jungs aus dem tiefen Westen diese Veröffentlichung einige neue Fans und auch Erfolg bescheren könnte! Oldschooler sowie Fans des alten Sounds der Band sollten vor Kauf aber reinhören, um eine Entäuschung zu vermeiden.

Facts:

Label:
Drakkar

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
03.03.2006

VÖ-Datum:
24.02.2006

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Frank W.

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Frank W. hat bereits 235 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2006-03-03 2 2,5

Tracklist:

01 Away
02 Mein Kleiner Tod
03 Weck Mich Auf
04 Nichts Ist Mehr Wahr
05 Forever In You
06 The Same Way
07 Broken
08 Ich Kann Dich Sehn
09 Lass Mich Los
10 Changes

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