Sad Dolls About Darkness...

Da ist mal wieder eins dieser Exemplare: Promos, irgendwann aufgeschlagen in der Redaktion, nur um erst einmal für eine ganze Weile in den unendlichen Tiefen eben jener zu verschwinden. So auch geschehen mit dem Debüt der Griechen Sad Dolls. Die spannende Frage auch hier mal wieder: Haben wir da einem Kleinod Unrecht getan, oder lag der Silberling völlig zu Recht eine gefühlte Ewigkeit in der Ecke?

Der Sechser aus dem Land der Philosophen, Denker und Knabenliebhaber beschallt einen auf 'About Darkness...' mit keyboardlastigem Goth-Rock, der hier und da auch mal einen Zahn zulegt und ein wenig metallische Luft schnuppert, aber für Metal dann irgendwie doch noch zu zahnlos ist. Handwerklich bekommt der geneigte Hörer hier solide Kost auf die Ohren, die beteiligten Herren haben ihr Gerät allem Anschein nach nicht erst seit gestern in der Hand und auch der Sänger darf sich ohne Umschweifen als solcher bezeichnen. Was mich nur sehr stutzig gemacht hat: Weder in der Packungsbeilage noch auf der Internetpräsenz ist irgendwo der Name Ville Valo zu lesen. Denn irgendwie klingt das, was einem da entgegen tönt, dermaßen nach dem Finnen und seinem Anhang, dass man sich dann spätestens nach den ersten Songs genötigt fühlt, kurz nachzuschauen, ob da nicht doch irgendein unbekannter HIM-Tonträger in der Schublade gelandet ist. Die Zeit, die hier in musikalische Eigenständigkeit hätte investiert werden sollen, ist scheinbar beim Wälzen der Annalen der fiesen Gothic-Klischees und -Phrasen drauf gegangen, welche einem in den Texten in einer wahren Flut entgegen stürzen, angefangen mit dem Cover, welches für Fremdschämattacken der schlimmeren Sorte sorgt.

Musik ist und bleibt ein kreatives Genre und die Sad Dolls sind ungefähr so einfallsreich wie der Programmchef eines durchschnittlichen deutschen Privatfernsehsenders. Da hilft es auch nicht, dass die Songs recht eingängig und die Musiker offensichtlich durchaus fähig sind, schlechter Abklatsch bleibt schlechter Abklatsch. Einen Punkt gibt es hier lediglich für an sich ordentliches Handwerk und eine saubere Produktion.

Facts:

Label:
Emotion Art Music

Mediatype:
CD

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
22.05.2011

VÖ-Datum:
12.10.2009

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Autor:
HerrK

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HerrK hat bereits 38 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von HerrK zu diesem Review lautet: 2011-05-22 0 1

Tracklist:

01. Space Loneliness
02. Bleed All I Can
03. Misery
04. Life Equals Zero
05. Watch Me Crawl Behind
06. In Your Lies
07. Hopes
08. Death Is Your Name
09. Dawn Of Love
10. Evil One
11. Mistress, Goodnight
12. Don't Say Goodbye

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