Roman Rain Roman Rain

In seiner Heimat ist Roman Rain schon ein bekannter Act, der sogar Bruno Kramm und Stefan Ackermann aka Das Ich auf ihrer Russland Tour die Show gestohlen hat. Was allerdings erstaunlich ist, bedenkt man, dass das Projekt (wenn man der Diskographie auf der englischen Roman Rain Homepage glauben darf) auch erst seit 2007 CDs veröffentlich, aber umso verständlicher wird, wenn man sich auf YouTube mal die Aufnahmen von diversen Liveauftritten des Ein-Mann-Projektes anschaut, oder sogar auf dem diesjährigen WGT den Auftritt von Roman Rain miterlebt hat. Denn Roman Rain überzeugt mit Bühnenpräsenz und Charisma und brilliert mit einer Stimme, die andere 'Sänger' teilweise mehr als blass aussehen lässt. "Roman Rain" ist die erste Veröffentlichung in Deutschland und besteht aus einer Mischung aus älterem und neuerem Material, das jedoch auf dem Silberling wie aus einem Guss scheint.

Musikalisch bewegen wir uns hier in der Synthpopecke, die aber durchaus charmant mit russischen Elementen gespickt und mal tanzflächentauglich ("The Cradle Of My Craving") und dann wieder opernhaft und fast folkloristisch daher kommt ("Moj Ubijca"). Sicher eine Mischung, die nicht jedem mundet und gefällt, aber einen ganz besonderen Charme entfaltet. "Prinzessin Der Träume" (soweit ich hören konnte, nur im Refrain auf Deutsch...) gehört eindeutig zu den Höhepunkten, neben "Uletaju", "Kukla", "Stanu Peplom", "Koroleva", "Piero" und "Rekviem". Was mich sehr irritiert hat, ist das "Hello, hello" in "Noch'-Devochka-Noch'", das sich nahezu genauso anhört, wie in Alphavilles "Victory Of Love". Die weiblichen Gesangparts von Sängerin Victoria, die den Gesang von Roman Rain in vielen Songs ergänzen, sind auch ein echter Hinhörer und bereichern die Songs ungemein.

Das ist doch mal nicht 08/15, aber mit Sicherheit für viele auch zu seicht und poppig oder auch zu exotisch. "Roman Rain" ist für Synthpop Freunde sicherlich nicht uninteressant, aufgrund des sehr eigenen Stils empfehle ich aber, sich vorher einmal etwas tiefer mit dem Werk zu beschäftigen (MySpace und YouTube lassen grüssen) und zu schauen, ob es einem nicht zu seicht oder zu 'exotisch' ist. Aber all diesem zum Trotz, bin ich mir sicher, dass Roman Rain auch in Deutschland viele Fans finden wird - dieses Album ist nur der erste Schritt und ich freue mich auf noch recht viel Output. Auf bald, Roman Rain.

Facts:

Label:
Danse Macabre

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
29.06.2010

VÖ-Datum:
18.06.2010

Leserwertungen:
2

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Autor:
Florian

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Florian hat bereits 244 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2010-06-29 2 3,3

Tracklist:

01. Uletaju
02. Umerla
03. Moj Ubijca
04. Kukla
05. Prinzessin Der Träume
06. Noch'-devochka-noch'
07. Stanu Peplom
08. Salomeja
09. The Cradle Of My Craving
10. Angel
11. Zerkala
12. Koroleva
13. Piero
14. Veter Moi
15. Vashe Sovershenstvo
16. Malchik Lay
17. Rekviem

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