Rob Zombie Venomous Rat Regeneration Vendor

Man kann über die Vereinigten Staaten ja sagen was man will. Eine Sache läuft in den USA richtig. Industrial Rock Bands werden dort – im Gegensatz zu Europa - gebührend gewürdigt. Egal ob Nine Inch Nails, Ministry, KMFDM oder eben Rob Zombie (früher White Zombie). Was aber auch dazu führt, dass es Gerüchte und Neuigkeiten satt über die Protagonisten gibt. Wenn es erfreulicherweise mal nicht darum geht, dass ein Massenmörder eben solche Bands hört, wurde über Rob Zombie zuletzt unter anderem berichtet, dass er die Gitarre an den Nagel gehangen, sich mit Marilyn Manson auf der gemeinsamen Tour überworfen oder einen neuen Horrorstreifen veröffentlicht hat.

Uneingeschränkt begeistert war ich, als ich die erste Ankündigung zu seinem fünften Soloalbum „Venomous Rat Regeneration Vendor“ gelesen hatte, auch wenn die letzen Alben nicht mehr die Klasse von „Hellbilly Deluxe“ aus dem Jahre 1998 hatten. Aber Rob Zombie ist einfach zu cool um ignoriert zu werden. Vielmehr ist er einer der sehr wenigen Sänger, denen ich jedes „Yeah“, „Hey“ oder „Come On“ ohne Schmerzen abnehme und bei dem es mich auch nur ein ganz klein wenig nervt, dass sich so ziemlich jedes Zeilenende auf das der nächsten Zeile reimt.

Und so war es auch keine große Überraschung, dass ich nach dem ersten Break in „Teenage Nosferatu Pussy“ verloren war. Text hin oder her, aber dieses „My name is Lazarus“ – wunderbar. Generell gibt diese Dampfwalze von einem Opener einen guten Ausblick auf das neue Album. Gespickt mit vielen Ideen – so hat ausgerechnet „Rock And Roll“ am Anfang in der Tat einen an D.A.F. erinnernden Beat zu bieten – regiert am Ende immer der typische Zombie-Sound mit fetten Refrains. Anspieltips sind das ziemlich durchgeknallte „Gong Gang Gong De Do Gong De Laga Raga“ und „Behold, The Pretty Filthy Creatures“. Auch das schnelle „Lucifer Rising“ überzeugt, allerdings hatte ich vom ersten Moment an dieses „Das kenne ich doch“ - Gefühl. Selbst Songs wie „We´re An American Band“ funktionieren, auch wenn ich mir hier nicht sicher bin, wie viel Ironie bei dieser Coverversion wirklich im Spiel ist.

„Venomous Rat Regeneration Vendor“ ist nach dem Solodebüt „Hellbilly Deluxe“ das beste Rob Zombie Solo-Album, es hat keine echten Ausfälle und läuft seit Monaten bei mir auf Dauerrotation. Während Zombie-Fans in Amerika eine Tour nach der anderen geboten bekommen, können wir uns wenigstens auf die erste Live-DVD freuen, die laut Gitarist John 5 in der Mache ist. Yeah!

Facts:

Label:
Universal Music

Mediatype:
CD

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
03.08.2013

VÖ-Datum:
19.04.2013

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Minne

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Minne hat bereits 153 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von Minne zu diesem Review lautet: Der untote Rob Zombie rockt so fett wie lange nicht mehr! 2013-08-03 2 4,2

Tracklist:

01. Teenage Nosferatu Pussy
02. Dead City Radio And The New Gods Of Supertown
03. Revelation Revolution
04. Theme For The Rat Vendor
05. Gong Gang Gong De Do Gong De Laga Raga
06. Rock And Roll (in A Black Hole)
07. Behold, The Pretty Filthy Creatures”
08. White Trash Freaks
09. We're An American Band
10. Lucifer Rising
11. The Girl Who Loved The Monsters
12. Trade In Your Guns For A Coffin

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