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30.08.2004
Viorus
Der Hinweis des Labels auf der Promo „Do not offer at ebay or any other second hand shop“ ...

Regicide Break The Silence

Wenn nach einem Gongschlag eine Geige ertönt, die in fast atemberaubender Geschwindigkeit eine (chromatische) Tonleiter rauf und runter spielt, dann hat man Regicide’s neues Album „Break the silence“ im Player, das zweite Album der Band aus dem Norden Deutschlands, die schon mit dem Vorgänger „Viorus“ viele positive Kritiken erntete.

Was bereits beim Debut und vielen Live-Auftritten (u.a. auf dem WGT 2005) überzeugen konnte, funktioniert bei „Break the Silence“ erst recht, die mitreißende Mischung aus Härte und Gefühl, aus Kopfnicken und Gänsehaut. Songs wie der Titeltrack „Break the silence“, „A world without oceans“ oder „Forgotten promises“ lassen sich eindeutig auf der Kracher-Seite verbuchen. Saftige Gitarrenriffs geben dabei den Ton an, immer begleitet von Joanna Wilms’ Violine, die oftmals die Gitarren noch anzutreiben scheint oder aber, wie in „A world without oceans“, mit schmeichelnden Melodien einen wirkungsvollen Kontrapunkt setzt. Auf der Gefühls-Seite stehen Titel wie „Nothing in here“ und „This unpredictable life“, wo Geige und Klavier mit sanften Tönen zum Träumen verführen. Die Gitarren bleiben währenddessen nicht untätig und sorgen im Refrain für den nötigen Druck ohne in’s allzusehr Bombastische zu verfallen. Typisch für Regicide sind jedoch die unverkennbaren Stimmen Timo Südhoffs und Frauke Richters. Ergänzen sie sich harmonisch als Duett, scheinen sie sich im Wechselgesang geradezu anzustacheln. Besonders Timo springt spielend zwischen leidenschaftlicher Rauhheit und sanftem Timbre hin und her, wenn auch diesmal auf Growls verzichtet wird.

Die beiden letzten Tracks sind für mich der Höhepunkt des Albums. „An embracing space – pt III“ führt das Herzstück der „Viorus” fort. Wie Rückblenden werden zunächst Splitter aus part I und II eingespielt, bevor mit einem leisen Geigensolo Ruhe einkehrt und sich der Song nach und nach steigert. Musikalische Sequenzen der ersten beiden Teile werden aufgegriffen, variiert und in Neues eingebettet. Das Ende der Trilogie, das sich um die Schizophrenie dreht, vermittelt Hoffnung, bleibt letztendlich aber offen. Im Intro von „Perfect strings“ überrascht zunächst ein leicht verzerrter Sprechgesang. Dann bietet das Septett noch einmal alles auf, was Regicide ausmacht. Von wohldosierter Dramatik bei den Vocals bis zu einem furiosen Violinensolo, hier ist als krönender Abschluß alles vertreten.

„Perfect strings“, dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen außer vielleicht „in combination with perfect vocals“. Regicide zeigen sich auf „Break the silence“ selbstbewusster denn je und haben ein Album abgeliefert, das die Meßlatte für zukünftige Veröffentlichung noch ein gutes Stück höher rückt. Und die Rezensentin findet letztendlich gar nichts zum Meckern.

Nachtrag:
Ein Wiedersehen mit Regicide gibt's an Pfingsten auf dem WGT 2006 !

Facts:

Label:
Fame

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
09.03.2006

VÖ-Datum:
24.02.2006

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Bewertung:
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Autor:
Claudia

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Claudia hat bereits 171 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2006-03-09 0 5

Tracklist:

01. Plastic Dove
02. The Hanger-on
03. Pirates
04. Nothing In Here
05. Break The Silence
06. A World Without Oceans
07. This Umprdictable Life
08. Forgotten Promises
09. An Embracing Space Pt Iii (part Iii:eclipsing Lights)
10. Perfect Strings

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