Rabia Sorda Animales Salvajes

Im Moment hängt Erk Aicrags Herz anscheined sehr an seinem Seitenprojekt Rabia Sorda - kaum anders lässt sich erklären, dass der Hocico Fronter in enger Folge mit Releases aufwartet. 'Animales Salvajes' ist nun also die EP nach dem wunderbaren 'Hotel Suicide'. Meine Erwartungen halte ich absichtlich im Zaum, erinnere ich mich doch noch gut an die letzte Miniveröffentlichung 'Eye M the blacksheep', die mich ziemlich enttäuschte - das Projekt zeigt in meinen Augen eher auf den regulären Alben seine Stärken.

Die Bestandsaufnahme lässt eine StandartEP aus dem Hause Out Of Line erwarten: 5 neue Lieder (mit ungefähr 20 Minuten Spielzeit) plus 3 Remixe eines Songs locken hinter dem hübsch anzusehenden Cover - das geht für eine EP vollkommen in Ordnung. Inhaltlich Erk setzt seinen Kurs weiterhin fort:

Eine Enttäuschung ist "'Animales Salvajes" sicher nicht. Wieder wird eine schöne Kombination aus punkrockiger Attitude, nu-metalligen Aufbau und elektronischer Ausgangsposition geboten, die den in meinen Ohren recht spannenden Sound mit hohem Wiedererkennungswert ausmachen. Aber ein wirklicher Knaller ist nicht enthalten: Ein solider Opener, ein musikalisch starkes und textlich wenig anspruchsvolles Hauptstück "Die in Berlin", "We're here to win" als überzeugenster Track mit hohem Metalanteilen. "I'm tragedy" erinnert stark an die deutlicheren 80er Wavesounds des ersten Albums, schön kombiniert mit den aktuellen Gitarrenläufen. Das Titelstück schließlich ist ein atmosphärisches Spoken Word Stück, solide aber nicht unbedingt notwendig. Dreimal wird noch in Berlin gestorben: Larva machen daraus ein sehnsüchtiges Elektrostück mit scheppernd-schiefen Sound. Gelungen und deutlich besser als Hardwires Remix, der klingt, als würde eine Horde gestresster Hamster Metall spielen. Variante 3 setzt sich angenehm vom Orginal ab, nicht in Mindesten mein Fall, aber kreativ und mit dem Potential, Fans zu finden.

Eine erfreuliche Angelegenheit, diese EP. Ich preferiere zwar weiterhin ganze Alben, aber mit drei gelungenen und zwei soliden Stücken sowie zwei guten Remixen bekommt man recht viel für das kleine Geld. Fans und Interessierte dürfen also bedenkenlos zuschlagen.

Facts:

Label:
Out Of Line

Mediatype:
EP

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
16.01.2015

VÖ-Datum:
28.11.2014

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1

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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 627 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Eine erfreuliche Angelegenheit, diese EP. 2015-01-16 1 3,3

Tracklist:

01. Obey Me! (promises Of Monsters)
02. Die In Berlin
03. We’re Here To Win
04. I’m Tragedy
05. Animales Salvajes
06. Die In Berlin (remixed By Unzyme)
07. Die In Berlin (remixed By Hardwire)
08. Die In Berlin (remixed By Larva)

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