Psy’Aviah Eclectric

Ein Trio aus Antwerpen sind die mit dem komischen Namen Psy’Aviah - ich weiß nicht was die tiefere Bedeutung davon ist. Aber immerhin wurde die Band mit dem Vorgängeralbum als eine der großen neuen Entdeckungen des Alfa Matrix Labels gefeiert. Leider kenne ich dieses auch nicht, also bisheriges Fazit: Ich weiß nichts über diese Band, ausser den Sachen die man halt so im Netz nachlesen kann. Hier das aktuelle line up: Yves Schelpe – keyboards, vocals, producer, programming, vocal arrangement, sound engineering, mixing, Emélie Nicolaï – vocals, vocal arrangement, art direction, design, photography, collages, Kristof De Clerck – guitar (tracks 4, 5, 6), Geert de Wilde - sound engineering, mastering. Und ein berühmter Herr steuert dann noch seine Stimme bei: Jean-Luc De Meyer - in französisch übrigens. Weiters kommt noch Ayria bei "Into The Game" zum Zuge. Und die Bands dieser Musiker sind auch ein etwaiger Anhaltspunkt, wenn man Psy`Aviah bestimmen will: Durchaus tanzbare, beatgetriebene elektronische Musik mit Frauengesang (ausser "Ophelie" und "Anger Management). Allerdings ein wenig besser als der Einheitsbrei, da auch nicht so viele Sounds aus dem Bereich Hellectro / Hardstyle verwendet werden. Würde schon sagen, dass eher Synthie, Trance und Futurepop Einflüsse überwiegen - aber auch Pop und EBM mäßiges gibt es zu hören.

Eines der "härteren" Stücke ist sicher "Anger Management", was auch mit leicht verzerrter Männerstimme ausgestattet ist und auch in einer anderen Version auf Bunkertracks V. 5 zu finden ist - diese Album Version ist aber besser. Ebenso etwas krachiger sind die beiden Teile von "Fear", wobei die "Theorie" rein instrumental gehalten ist und viel zu kurz - gefällt mir nämlich gut - nach 2 1/2 Minuten ist schon Schluss, dabei nahm es grade Fahrt auf: "Meh". "Twisted Mind" klingt ein wenig nach TBM Stil - also Combichrist und so. Das Lied wo Ayria singt ist eher an Dance Musik der Charts orientiert, nur ein bisserl stampfiger. Und "Something Evil" ist Synthiepop. Die ersten beiden Lieder sind dann auch die, die am ehehsten im Ohr hängenbleiben und beide gefallen mir ebenfalls recht gut. Das JL De Meyer Lied ebenfalls, obwohl ich meine die Stimme wäre ein wenig zu sehr im Instrumentalhintergrund begraben, bzw. das instrumentale ist zu laut oder der Mix hätte etwas besser sein können - naja. Obwohl das ein Stichwort ist, ich mecker nun wirklich nicht gerne dauernd, aber ich finde die Abmischung leicht suboptimal - für meine Ohren jedenfalls. Man muss dazu sagen, dass Alfa Matrix nur noch MP3 Promos verschickt, vielleicht liegt es ja da dran. Ich meine es fehlt etwas Bass und die Stimme der Sängerin (welche ja so schon nicht wirklich kraftvoll - aber "ganz nett" klingt)geht etwas unter, dafür hätte ich die Mitten etwas rausgenommen, somit wäre mehr Raum für ein wenig Bass geblieben. Dann würde das ganz evtl. auch etwas "dreckiger" klingen und nicht so - wie soll ich sagen - tja, Mittenlastig clean halt. Hier (X) ein Smilie "ratlos" hindenken bitte. Kann aber auch sein, ich bin zu pingelig :P

Weil Band und Label das sicher nicht gerne hören (die müssten ja eigentlich selber wissen, wie ihre Platten vernünftig abgemischt werden sollen), schreibe ich hier noch, dass dieses Album überwiegend gut anzuhören ist. Auch wenn viele Tracks ein wenig zu belanglos vor sich hin plätschern, gibt es auch einige wirklich gute Lieder. Einen Bonus für Schönheit der jungen Musiker gibt es aber nicht: Ätsch ! Dafür Abzug für komisches CD Artwork, einige Mittelmaß Tracks und mäßigen Mix. Verabschiede mich mit dem Zitat der ersten Textzeile: "He doesn´t care, all he wants is Sex..."

Facts:

Label:
Alfa Matrix

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
13.07.2010

VÖ-Datum:
19.03.2010

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Autor:
Frank W.

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Frank W. hat bereits 235 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2010-07-13 0 3,3

Tracklist:

01. No Excuse
02. Keep Hope Alive
03. Allaboutyou
04. Something Evil
05. Anger Management
06. Attract/reject
07. Paranoid
08. Blackhole
09. Ophelie (feat. Jean-luc De Meyer)
10. Sweet Hard Revenge
11. Into The Game (feat. Ayria)
12. Twisted Mind
13. Fear (theory)
14. Fear (practice)
15. Rivotril Nights

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