Place4Tears The Silent Flame

Hierbei handelt es sich um die zweite Veröffentlung einer Band, die bereits einen Plattendeal hat. Das muss ich mir immer wieder klarmachen, denn wirklich glauben will ich es nicht. Place4Tears ist wirklich ein weise gewählter Bandname, denn nach heulen ist mir nach dem „Genuss“ des Albums wirklich zumute. Oder nach schlafen.

"The silent flame" erlöscht bereits im Intro - zunächst kommt nichts, dann merken die Musiker, dass es schon losgeht und spielen einfach mal StandartGothMelodien: Intro fertig. Doch dann geht's schon los (und hört damit auf) - der unter Valium stehende Gitarist gibt seine letzten Töne von sich und beide Vocalkünstler liegen in den Ecken ihres Raumes auf Kissen gebettet und singen langsam und schief. Nun gut, das kann man nostalgisch nennen oder gar als an alte Dead can dance angelehnt bezeichnen. Aber die waren eben gut. Place4Tears sind es nicht.Vielmehr ist es eine langweilige Version von The days of trumpet call - Respekt, dass das möglich war. Manchmal geht es melodisch aufwärts, "The call of the mermaid" ist durchaus ein nettes Stück Folk/Wave, nur leider ist nett eben doch nur die kleine Schwester von scheiße und kann deswegen nicht über die mangelnde Qualität der Instrumentalisten und vor allem Sänger hinwegtäuschen. Und dann sind es auch noch gefühlte unendlich viele Lieder, bei denen man sich an der "silent flame" verbrennen (oder verpennen) kann. Nur der Form halber sei erwähnt, dass ab und an "kräftige Gitarren" dazukommen. So zumindest nennt es die Band, aber dagegen ist das Gitarrenspiel bei Sisters "Marian" so kräftig wie Cannibal Corpse...

Nein nein nein. Es gibt Alben, die absichtlich in Zeitlupe und mit wenig Abwechslung einen bestimmten Effekt erzielen wollen. Und gewiß wollen Place4Tears auch eine traumgleiche und hypnotische Stimmung aufbauen. Doch es fehlt an allen Ecken und Enden, sei es Talent, Ideen, Melodien oder ....irgendwas und was das gerade noch ausreichende Songwriting letztendlich komplett zerstört sind die krummen und schiefen Gesangseinlagen die in guten Phasen nur uninspiriert vor sich hinplätschern, meist aber auch noch neben der Spur liegen. Nein danke.

Facts:

Label:
Echozone

Mediatype:
CD

Genre:
Gothic / Medieval / Darkwave

Review-Datum:
24.05.2009

VÖ-Datum:
20.04.2010

Leserwertungen:
3

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 635 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Nein, nein, nein! Hier fehlt an allen Ecken und Enden! 2009-05-24 3 1

Tracklist:

01. My Private End
02. Riding The Waves Home
03. The Call Of The Mermaid
04. Keep Me Back
05. Dream Sequence
06. Lovesick
07. Yearning
08. Who Knows
09. Be Queen
10. The Sun Might Come Up
11. Illusion
12. Yesterday's Gone
13. Be Mine
14. Septembers Breath
15. Princess Valium
16. The Legend Of Robbed Fire
17. Tears Of Avalon
18. Septembers Breath (breathless Remix)

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