Officers On The Twelve Thrones

Ich weiß nicht warum aber als ich den Bandnamen „Officers“ las, musste ich spontan an die Editors denken. Und da ich die Editors mag, hatte ich sogleich den Impuls, mir das Debutalbum der Officers zu Gemüte zu führen. Nachdem ich ein wenig Recherche betrieben hatte, fand ich heraus, daß die ursprüngliche Version des Albums in Großbritannien bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde und die Band dort seitdem ziemlich angesagt ist. Electro-Altmeister Gary Numan höchstpersönlich lobte die Jungs aus Leeds in den höchsten Tönen und singt auf vorliegendem Album sogar bei einem Lied. Na, das hört sich ja spannend an...

Ist es auch – selten hat mich ein Debutalbum einer Newcomerband derart in den Bann gezogen und so begeistert wie dieses. Die Officers schaffen es, einen sehr eigenständigen Stil zu kreieren, der zwar Vorbilder kennt aber diese nicht einfach imitiert. Klar, man fühlt sich oft an den Elektrorock der frühen Nine Inch Nails, oder auch an 80er Jahre Shoegaze/Wavebands erinnert. Aber nie klingt die Musik wie ein Plagiat oder nach Retro. Im Gegenteil, moderne Elektronik zwischen straighten Gitarren sorgen für eine unterschwellig futuristische Atmosphäre. Der Gesang hört sich ein wenig mystisch und suggestiv an und fügt sich wunderbar ins düstere Klangbild ein. Ein wenig erinnert mich die Ausstrahlung von „On the Twelve Thrones“ an das Debutalbum von O.Children, welches eine ähnliche Gratwanderung zwischen Moderne und 80er Sound erzeugte. Wobei Officers um einiges elektronischer daherkommen, besonders schön bei „All the Ghosts away“ zu hören. Rockig wird es bei Stücken wie „Disarm“, die mit Sicherheit auf der Bühne wahre Knaller sind. Und ein wenig schräg wird es am Ende des Albums bei „Petals“, bei dem wie eingangs erwähnt Gary Numan am Mikro zu hören ist. Letzterer Song gibt der CD noch den letzten Schliff und fügt dem Gesamtbild eine weitere Facette hinzu.

Ein tolles, energiegeladenes Album einer vielversprechenden Band. Die Jungs sollte man unbedingt im Auge behalten. Ich würde mich nicht wundern wenn die Band so einige Nachahmer findet und das Album einmal als Klassiker bezeichnet wird...

Facts:

Label:
Out Of Line

Mediatype:
CD

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
24.10.2012

VÖ-Datum:
14.09.2012

Leserwertungen:
4

Bewertung:
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Autor:
Teraphim

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Teraphim hat bereits 28 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Teraphim zu diesem Review lautet: Elektro-Waverock der Spitzenklasse 2012-10-24 4 4,2

Tracklist:

01. Counting My Guns
02. Disarm
03. The Competition Winner
04. Co-education
05. Good Day (to Die)
06. All The Ghosts Away
07. Afraid Of Your Love
08. Say It Again
09. Mosquito
10. Soul Saviour (mutations)
11. Another Long Year Ceilingspeelings
12. Petals (feat. Gary Numan)

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