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23.04.2010
The Shepherds Satellite
Beim Label Hands gibt es das neue Projekt Nullgrad zu bewundern, hinter dem aber alte Beka...

Nullgrad Seeds

Seeds ist das zweite Album von Nullgrad und, im Gegensatz zum Debutalbum, ein reines Technoalbum. Techno ? Auf einem Label wie Hands ? Ja, das geht durchaus und funktioren tut es auch noch prima. Dieses Album zeigt wieder einmal auf, wie groß der Pool an labeleigenen Bands ist, aus dem die Macher schöpfen können und wie weitreichend das Feld der elektronischen Musik ist.

Nullgrad beherrscht sein Handwerk: Technobeats im Midtempo, eine prägnante, nach vorn treibende Bassline, spärlich gestreute Beatvariationen und Synthie-Flächen bestimmen das Erscheinungsbild von Seeds. Zunächst einmal also alle techno-typischen Zutaten die es braucht, um diese Musik zu produzieren. Aber Nullgrad geht einen Schritt weiter und versetzt den Hörer regelrecht in Trance, in einen angenehmen Schwebezustand in dem man nur noch die Musik hört, in ihr aufgeht. Techno wirkt oft langatmig und monoton, weil meistens einfach nicht für genug Abwechslung gesorgt wird und großartig überraschende Variationen gibt es auch bei Seeds nicht, aber irgendwie schafft es Nullgrad, dass man es nicht merkt und es einem nichts ausmacht, oder er hat hintergründig so gut gearbeitet, dass für genügend Abwechslung gesorgt ist. Meiner Meinung nach kann von letzterem ausgegangen werden, denn Seeds wird niemals langweilig, was bestimmt auch an den wunderschönen Melodien liegt, welche das ein oder andere Lied fast schon umschmeicheln. Das Hauptaugenmerk bei diesem Album liegt aber auf den Gesängen buddhistischer Mönche und Fieldrecordings, die während einer Reise durch Südostasien gemacht wurden und es ist genau diese Mischung, die das ganze so interessant machen. Seeds ist kein seelenloser, unterkühlter Techno, sondern irgendwie organisch und warm beziehungsweise auf eine seltsame Art lebendig.

Man kann sich auf den Pressetext verlassen, denn der besagt, dass Seeds sowohl im Club als auch Zuhause genossen werden kann – beides funktioniert. Aber auch beim Autofahren, frühmorgens auf der Landstraße, kann Nullgrad mit diesem Album überzeugen. Also: Scheuklappen weg und Ohren auf !

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
07.05.2013

VÖ-Datum:
06.05.2013

Leserwertungen:
12

Bewertung:
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Leserwertung:
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Autor:
Andy

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Andy hat bereits 129 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Eine Bereicherung der heimischen Musiksammlung 2013-05-07 12 3,3

Tracklist:

01.ascent
02.reveal
03.realize
04.once
05.insight
06.detach
07.reborn (hallway Of Lost Souls Rmx)
08.departure
09.seeds

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