Nouvelle Vague Bande A Parte

Nouvelle Vague suchen sich New Wave Klassiker um diese im Bossa Nova Style neu zu interpretieren. Macht schon mal daher Sinn, dass alle drei Begriffe dasselbe bedeuten. Neu ist das nicht, denn das Debut Album, das genau dieses Konzept umsetzte erschien bereits vor zwei Jahren und mauserte sich vom Geheimtipp fast schon ich Richtung Kassenschlager.

‚Bande a part’ setzt genau da an, wo der selbst betitelte Erstling aufhörte. Vierzehn Songs aus den 80ern im neuen Gewand interpretiert durch verschieden Sänger/Sängerinnen. Den Auftakt macht ‚Killing Moon’, zuletzt gehört im ‚Donnie Darko’ Film, interpretiert im Dreivierteltakt. Sicherlich einer der schönsten Songs des vorliegenden Werkes. Ähnlich melancholisch der Heaven 17 Hit ‚Let me go’, ‚O Pamela’ und ‚Waves’ von Blancmange. Gefährlich wird’s immer da, wo Originale mit einem ganz spezifischen Charakter herangezogen werden. So einer ist natürlich der unsterbliche ‚Blue Monday’ der ohne die spröde Elektronik in der vorliegenden Version eher verliert, ebenso wie das sehr minimal durch Akkordeon begleitete ‚Fade to Grey’. Richtig Sommer wird’s mit dem Samba-inspirierten ‚Ever fallen in love’ und ‚Dancing with myself’, entliehen dem blondgefärbten Herren, der seine Oberlippe so schön hochziehen kann. Die Portishead-Experience ohne die von Herrn Utley etablierten Scratches gibt’s bei der Neuinterpretation von ‚Bela Lugosi's Dead’ von Bauhaus, mit dem Nouvelle Vague einen schönen Gegenpol zum sonst locker-beschwingten Charakter der CD setzten. Schliesslich sollen noch ‚Don’t go’ und ‚Heart of Glass’ erwähnt werden, die sich ohne größeres Aufsehen in die Releases des Verver-Labels einbauen ließen und fast schon den traurigen ‚Blues’ mitbringen. Interessiert hätte mich noch das Grauzone-Cover von ‚Eisbär’; dieses ist allerdings neben drei anderen Tracks nur auf der Limited Edition des Albums enthalten, die nicht bemustert wird.

Die fehlende Weiterentwicklung, die man anderen Bands vorwirft, kann man Nouvelle Vague in diesem Falle zu Gute halten. Unter dem Harald-Schmidt/Schöfferhofer-Motto ‚Bittö schick mir noch was von die Musik, die so schön hat geprickelt auf meine Trommelfell letzte Sommör’ gibt es hier den geforderten Nachschub. Ob das auch noch für einen dritten Longplayer reicht sei dahingestellt, aber da sind wir ja noch lange nicht; und so genießen wir erst mal die vorliegenden Cover-Versionen und hoffen, dass diese in zwei Jahren noch genauso interessant sind, wie die Songs des ersten Album zum jetzigen Zeitpunkt.

Facts:

Label:
PIAS

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
26.05.2006

VÖ-Datum:
09.06.2006

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Autor:
Ralf

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Ralf hat bereits 797 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2006-05-26 0 4,2

Tracklist:

01. Echo And The Bunnymen: Killing Moon (melanie)
02. Buzzcocks: Ever Fallen In Love (melanie)
03. Lords Of The New Church: Dance With Me (melanie)
04. Yazoo: Don't Go (gerald Toto)
05. Billy Idol: Dancing With Myself (phoebe)
06. Blondie: Heart Of Glass (gerald Toto)
07. The Wake: O Pamela (marina)
08. New Order: Blue Monday (melanie )
09. The Cramps: Human Fly (phoebe )
10. Bauhaus; Bela Lugosi's Dead (phoebe)
11. The Sound: Escape Myself (phoebe)
12. Heaven 17: Let Me Go (silja )
13. Visage: Fade To Grey (marina)
14. Blancmange: Waves (marina)

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