MZ. 412 Domine rex inferum

Dem Herrn der Finsternis opferten Cold Spring bereits vor einigen Monaten ein erstes Lamm, als sie das Debut von MZ 412 wiederveröffentlichten. Doch taten sie damit so viel Schlechtes: Heerscharen von Menschen, noch voller Hoffnung und mit einer Chance auf dein Einzug ins Himmelsreich könnten den Pfad der Tugend verlassen, wenn Cold Spring noch mehr Versprechungen macht: Eine Neuauflage aller 5 Alben der schwedischen Elektrosatanisten, für wirklich hingebungsvolle Jünger sogar in einer edlen Box, die das Wohnzimmer zu einem Ort der dunklen Riten verwandeln kann. Alles neu produziert und damit noch gefährlicher in seiner Wirkung. Und natürlich findet sich auf jedem Album ein Batzen an Bonustracks, die Verfluchte bereits von EP etc kennen werden. Wendet euch ab, denn ich wurde gezwungen, dieses Teufelszeug zu rezensieren. Ich bin verdammt. Aber für euch besteht noch Hoffnung.

Das Millenium brachte den Jüngern schwarzer elektronischer Riten etwas neues ins Haus: "Domine rex inferum" was das vierte Werk der schwedischen Herren unter dem Namen MZ 412 und man hörte dem Album die lange Reise an, die die Band gemacht hatte. Sicherlich ist es das Werk, das so schlüssig ist wie kein anderes von MZ 412. Denn der Sound wurde über die Jahre und Alben hinweg verändert und vor allem vereinfacht. Black metallische Einflüsse? Weg damit. Schnelle und harte Strukturen? Brauchen wir nicht. Martialische Drums? Nicht doch. Auf "Domine rex inferum" ist der rituelle Ambient geblieben, mehr wird den Hörern nicht gegönnt. Dies zeigt sich auch in den Titeln – sechsmal "Ritual:Summ", allesamt weniger Musik als mehr Hintergrundkulisse für einen netten Abend mit Freunden, einem geköpften Hahn und ein paar Pentagrammen.

"Domine rex inferum" mögen oder nicht ist schwierig. Denn die Klangwelten sind alles andere als greifbar. Das Album zeigt seine Wirkung, wenn man es im Hintergrund laufen lässt. Nur fehlt mir diese besondere Bösartigkeit, die die ersten 3 Alben begleitete. Sicherlich denoch vor allem für Freunde düsterer Ambientklänge ein Pflichtwerk.

Facts:

Label:
Cold Spring

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
22.08.2011

VÖ-Datum:
29.07.2011

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 644 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Weniger Musik, mehr Soundtrack. Eigenwillig. 2011-08-22 2 2,5

Tracklist:

01. Invok:satha 412.71
02. Uhk Khatark (bonus)
03. Ritual:summ Nv 41:2:1
04. Ritual:summ Nv 41:2:2
05. Ritual:summ Nv 41:2:3
06. Ritual:summ Nv 41:2:4
07. Ritual:summ Nv 41:2:5
08. Ritual:summ Nv 41:2:6
09. Komuni:disciple 824.9 Kx
10. Sekarth Una Nejad (bonus)

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